Wasserpflanzen – Froschbiß

Hydrocharis morsus-ranae

Der Froschbiß ist eine frei schwimmende Pflanze deren Wurzeln lange herabhängen. An den Enden der Wurzeln bilden sich neue Blattrosetten, so entstehen oft riesige schwimmende Kolonien.

Merkmale
Der Gemeine Froschbiß ist eine zweihäusige Pflanze, das heißt die männlichen und die weiblichen Blüten bilden sich auf unterschiedlichen Pflanzen aus. Vereinzelt können aber auch „normalblütige“ Pflanzen vorkommen, mit verkümmerten Staubblättern.

Die mehrjährige Pflanze wird 15 bis 30 cm hoch und hat runde Schwimmblätter, welche den Blattstiel herzförmig umschließen.

Die Pflanze blüht 3zählig weiß mit einem gelben Fleck am Grunde, die männlichen Blüten (1 bis 5) sind gestielt und wachsen aus einem Hochblatt, die weiblichen Blüten wachsen einzeln. Die Kronblätter werden etwa 1 cm lang. Die Blütezeit reicht von Mai bis August.

Verbreitung
Hydrocharis morsus-ranae fehlt in Tirol und Vorarlberg, in Kärnten ist die Pflanze sehr selten vertreten bis verschollen. Im Rest Österreichs sind zerstreute Bestände vorhanden. Vorkommen auch bis ins östliche Mitteleuropa.

Gefährdung und Schutzstatus
Stark gefährdet und streng geschützt.

Lebensweise
Der Gemeine Froschbiß liebt stehende oder langsam fließende stickstoffsalzhaltige und basenreiche Gewässer mit wenig Kalkanteil und leichter Beschattung.

Besonderes
Zusätzlich zur verbreiteten geschlechtlichen Vermehrung kann sich der Gemeine Froschbiß auch ungeschlechtlich vermehren: Aus den Rosetten der Pflanze treiben unzählige Ausläufer an deren Enden sich neue Blattrosetten bilden.

Als Überwinterungsstrategie bilden sich im Herbst an den Ausläuferenden stärkehaltige Knospen, welche abfallen und in tiefere Gewässerlagen überwintern. Diese öffnen sich im kommenden Frühjahr und tauchen als neue Pflanzen wieder auf.

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