Hecken-Veilchen, Blaues Veilchen

Viola suavis

Im zeitigen bis späten Frühjahr erscheinen die kleinen violetten Blumen und zählen somit zu den ersten Blüten des Jahres. Im Nationalpark Donau-Auen findet man neben den Hecken-Veilchen auch noch die bekannteren Duft-Veilchen und Wald-Veilchen.

Merkmale
Mehrjährig, krautig, Wuchshöhe bis 20 cm.

Die Blüten des Hecken-Veilchens sind lilablau oder blau mit einem deutlich weißen Zentrum und einem violetten kurzen, dicken Sporn. Die Blätter bilden eine grundständige Rosette.

Verbreitung
Diese Veilchen-Art kommt zerstreut bis selten in Auwäldern, frischen Edellaubwäldern und in Gebüschen, besonders auf Löss vor. Die Gattung Veilchen umfasst etwa 500 Arten weltweit, die meist in den gemäßigten Zonen wachsen.

Gefährdung und Schutzstatus
In den Alpen und im südöstlichen Alpenvorland gefährdet.

Lebensweise
Kriechender Wurzelstock, allmählich teppichförmige Ausbreitung. Aber auch Verbreitung durch Ameisen über die Früchte.

Besonderes
Wie bei vielen Pflanzen erklärten sich die alten Griechen auch die Entstehung des Veilchens mythologisch: Eine für ihre Schönheit bekannte Tochter des himmeltragenden Gottes Atlas wurde vom Sonnengott mit seinen Strahlen verfolgt. Die spröde Schönheit floh jedoch vor ihm und bat Zeus verzweifelt um Beistand. Er hatte Mitleid und verwandelte das Mädchen in ein Veilchen. Geschützt vor den Strahlen des Sonnengottes wächst es seitdem im Gebüsch des Waldes.

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