Wasserpflanzen – Wasser-Knöterich

Persicaria amphibia

Der Wasser-Knöterich ist eine sehr wandlungsfähige Pflanze, die ihre Gestalt an die Wasserstandsschwankungen anpasst. Je nach Standort kann sie im Nationalpark Donau-Auen als Landform oder als flutende Wasserform gefunden werden.

Merkmale
Der Wasser-Knöterich verfügt über eine kriechende Grundachse mit kurzen Ausläufern. Bei der Wasserform wird der flutende Stängel bis 3 m lang, wobei an der Wasseroberfläche Schwimmblätter ausgebildet werden. Diese sind unbehaart und zwischen 5 und 17 cm lang. Die Landform erreicht eine Höhe von 0,3 - 1 m. Hier sind die Blätter meist anliegend behaart, schmäler und deutlicher zugespitzt.

Vor allem in der Landform ist die Art nicht auf den ersten Blick von anderen Knöterich Arten zu unterscheiden. Als sicheres Merkmal ist hier der Ansatz des Laubblattstiels zu untersuchen. Beim Wasser-Knöterich entspringt der Laubblattstiel in der oberen Hälfte der Nebenblattscheide. Die rosaroten Blüten sind in einer dichten endständigen Scheinähre angeordnet.

Verbreitung
Die Art ist in der nördlichen gemäßigten Zone, sowie in Ostindien, Südafrika und Mexiko verbreitet. In Österreich kommt der Wasser-Knöterich zerstreut in allen Bundesländern vor und tritt in mäßig nährstoffreichen stehenden Gewässern wie Fischteichen und Altwässern auf. Darüber hinaus kann man die Art auch an zeitweise nassen Standorten wie Gräben oder grundfeuchten Ruderalfluren bis in die Montanstufe finden.

Gefährdung und Schutzstatus
Die Art ist im westlichen Alpengebiet regional gefährdet.

Lebensweise
Der Wasser-Knöterich treibt als mehrjährige Pflanze alljährlich aus seiner im Schlamm verwurzelten Grundachse aus. An Land entwickelt sich durch die Einlagerung von Stützgewebe ein aufwärts gekrümmter Stängel. In Gegensatz dazu wird der Stängel bei Überflutung von großen Luftkanälen durchzogen und an der Wasseroberfläche breiten sich die großen, lang gestielten Schwimmblätter aus. Verändern sich die Wasserstandsverhältnisse, so kann jede Form problemlos in die andere übergehen.

Die Blütezeit fällt auf den Zeitraum von Mai bis September, der Fruchtansatz unterbleibt aber oft trotz erfolgreicher Insektenbestäubung. In höheren Lagen bleibt wegen der kürzeren Vegetationsperiode oft nicht genug Zeit für das Ausreifen der Früchte. Neben der Möglichkeit Ausläufer zu bilden kann sich der Wasser-Knöterich auch durch abgerissene Sprossteile, die leicht wieder Wurzeln bilden vegetativ vermehren.

Besonderes
Die braunschwarzen scharfkantigen Früchte sind unbenetzbar und daher längere Zeit schwimmfähig.

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