Aufruf: Teilnehmende für Umwelt-Workcamps gesucht

Montag, 10.05.2021, Orth/Donau

Zwei Campangebote richten sich an Freiwillige, die sich im heurigen Sommer in der Naturschutzarbeit und im Bereich Nachhaltigkeit engagieren möchten. Die Nationalparks Donau-Auen und Thayatal, SCI International und die Naturfreunde Österreich suchen weitere Interessierte.

Ehrenamtliche Mitarbeit im Umwelt- und Biotopschutz in den Sommermonaten bietet die Möglichkeit, Schutzgebiete und ihre Aufgaben kennen zu lernen sowie neue Erfahrungen und interessante Begegnungen zu erleben. Für ein zweiwöchiges Camp in den Nationalparks Donau-Auen und Thayatal in Kooperation mit der Freiwilligen-Organisation SCI Austria und den Naturfreunden Österreich werden noch Teilnehmende gesucht. Kost und Unterkunft werden bereitgestellt, kräftiges Anpacken im Naturschutz ist die Aufgabe.

Im Thayatal wird von 22. bis 29. August gemeinsam gearbeitet, in den Donau-Auen folgend von 29. August bis 4. September. Es besteht auch die Möglichkeit, nur eine dieser beiden Wochen zu absolvieren. Zu den heurigen Schwerpunkten zählen die Pflege von Trockenstandorten, der Zurückdrängung invasiver Pflanzenarten, Biotopverbesserungen für Reptilien und Fische sowie Aktivitäten zur Waldverjüngung.

Das Camp ist Teil eines Kooperationsprojektes, gefördert im Rahmen des Programms Ländliche Entwicklung der Europäischen Union. Die fünf größten Schutzgebiete in Niederösterreich - Verein Welterbegemeinden Wachau, die Nationalparks Thayatal und Donau-Auen, Biosphärenpark Wienerwald und Wildnisgebiet Dürrenstein – organisierten darin seit 2018 jährlich Freiwilligencamps mit gebietsübergreifenden Aktivitäten. 2021 findet dieses Angebot für Naturinteressierte vorerst letztmalig statt.

Auch die Naturfreunde Österreich rufen zum Engagement im Bereich nachhaltiger Tourismus auf: Für die internationale Umweltbergwoche auf der Pinzgauer Hütte in Zell am See von 1. bis 7. August 2021 werden noch Freiwillige ab 16 Jahren gesucht, die mit Expertinnen herausfinden, was nachhaltigen Tourismus ausmacht und wie vor allem auch junge Menschen mit kleinem Reisebudget die Welt entdecken können.

Die Antworten werden die Teilnehmenden auch in Form von Videos festhalten. Medienprofis zeigen vor Ort, was bei den Filmaufnahmen technisch und gestalterisch zu beachten ist und wie authentische Videos gelingen, mit denen man viele Menschen erreichen kann.

Weitere Informationen sowie Anmeldung zu den Camps:

Nationalpark Donau-Auen, DI Matthias Kuhn, m.kuhn@donauauen.at

Nationalpark Thayatal, Mag. Christoph Milek, christoph.milek@np-thayatal.at

Service Civil International Austria, Mirna Cipek, office@sci.or.at

Naturfreunde Österreich, DI Irene Raffetseder, irene.raffetseder@naturfreunde.at bzw.

https://naturfreundejugend.at/events/angebot/internationale-umweltbergwoche-2021


Hintergrundinformation:

Der Nationalpark Donau-Auen bewahrt seit 1996 auf rd. 9.600 Hektar Fläche die letzte große Flussauenlandschaft Mitteleuropas. Die hier noch frei fließende Donau ist auf ca. 36 km Fließstrecke die Lebensader des Nationalparks. Ihr dynamisches Wechselspiel mit Pegelschwankungen von bis zu 7 m gestaltet die Auen immer wieder neu und schafft Lebensräume für eine Vielzahl an Tieren und Pflanzen. Im Nationalpark kann sich die Natur frei von wirtschaftlichen Zwängen entfalten und von Gästen des Gebiets erlebt werden, eine möglichst freie Entwicklung von ökologischen Prozessen wird gefördert. Dennoch sind lenkende Natur- und Artenschutzmaßnahmen erforderlich, bei diesen ist die Unterstützung durch Freiwilligengruppen ein wertvoller Beitrag.

Der Nationalpark Thayatal - der kleinste Nationalpark Österreichs - umfasst mit seinen natürlichen, wilden Wäldern einen 24 km langen Abschnitt des Thayaflusslaufes. Beim Einschneiden in das Böhmische Massiv schuf der Fluss eine enorm abwechslungsreiche Landschaft mit beeindruckenden Mäandern, steilen Waldhängen, trockenem Grasland auf exponierten Felsformationen und wunderschönen, artenreichen Wiesen entlang der Ufer. Zusammen mit dem angrenzenden Národní park Podyjí in der Tschechischen Republik ist es eines der interessantesten und vielfältigsten Flusstäler Mitteleuropas. Man kann hier beispielsweise fast die Hälfte der in ganz Österreich vorkommenden Pflanzenarten vorfinden.

Der Service Civil International (SCI) ist eine der ältesten Friedens- und Freiwilligen-Organisationen, mit langjähriger Erfahrung in der Koordination von Freiwilligenprojekten sowie Austauschprogrammen. Der österreichische Zweig wurde 1947 gegründet. Auf Betreiben dieser Initiative haben schon in den vergangenen Jahren mehrfach junge Menschen in mehreren Schutzgebieten freiwillige Arbeit geleistet.

Die Naturfreunde Österreich sind eine Umwelt- und Freizeitorganisation mit 160.000 Mitgliedern. Im Mittelpunkt der Naturfreunde-Arbeit steht der Mensch in seiner nachhaltigen Beziehung zur Natur. Im Engagement für Natur- und Umweltschutz werden alle Tätigkeiten des Menschen mit einbezogen und der Schwerpunkt liegt in der Umsetzung von ökologischen Strategien in enger Zusammenarbeit mit den Betroffenen.

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