Bitterling

Rhodeus sericeus amarus (Bloch)

Die Männchen zeigen in der Paarungszeit einen tief roten Bauch – unterm Jahr sind die kleinen silbernen Bitterlinge aber recht unauffällig. Zur Fortpflanzung sind sie auf Großmuscheln angewiesen.

Merkmale
Seitlich stark zusammengedrückter, hochrückiger Körper. Endständiges kleines Maul. Rücken silbern glänzend mit grünlichem Längsstreifen von der Mitte des Körpers bis zur Schwanzflosse.

Selten über 9 cm lang. Männchen in der Laichzeit mit purpurrotem Bauch, Weibchen mit langer Legeröhre.

Verbreitung
In stehenden und langsam fließenden Gewässern Mittel- und Osteuropas, auf dem Balkan und in Kleinasien.

Gefährdung und Schutzstatus
Indirekt gefährdet, da Großmuscheln vom Aussterben bedroht sind!

Lebensweise
Die Nahrung besteht vorwiegend aus pflanzlichen Stoffen und verschiedenen Kleintieren. Bitterlinge benötigen zur Fortpflanzung Großmuscheln, in denen sich ihre Brut entwickelt. Die Männchen wählen zur Laichzeit eine oder mehrere Muscheln aus und verteidigen diese energisch gegen Konkurrenten. Während des übrigen Jahres sind die Bitterlinge in Schwärmen in tieferen Wasserbereichen zu beobachten.

Besonderes
Der Bitterling hat ein sehr komplexes Laichverhalten: Die Weibchen entwickeln zur Laichzeit eine Legeröhre, die eine Länge von 4 cm erreicht. Mit deren Hilfe werden die Eier einzeln nach und nach in die Kloakenöffnung einer Muschel, welche vom Männchen aggressiv gegen Konkurrenten verteidigt wird gelegt. Das Männchen gibt seinen Samen über dem Atemschlitz der Muschel ab, die ihn mit dem Atemwasser einsaugt und so die Eier befruchtet. Die Jungfische entwickeln sich zwischen den Kiemenblättern der Muschel.

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