Rallen – Blässralle

Fulica atra

Früher Blässhuhn genannt, gehört die Blässralle, auch Wasserhuhn, Duckente, Rohrhuhn, Blesse, Hurbel und Zappe genannt, zur Ordnung der Kranichvögel, Familie der Rallenvögel und Gattung der Blässhühner.

Merkmale
Die Blässralle wird 36 bis 38 cm groß, ihre Flügelspannweite liegt bei 75 cm und sie erreichen ein Gewicht von 600 g (Männchen) bis 800 g (Weibchen). Der ganze Körper ist schwarz, wobei Kopf und Hals dunkler scheinen als der Rest des Körpers.

Der Schnabel ist weiß und geht in ein weißes Stirnschild über, eine Blässe, daher leitet sich der Name der Art ab. Bei Jungtieren sind Hals und Brust weißlichgrau. Männliche Tiere unterscheiden sich von den Weibchen durch ein größeres Hornschild.

Die Beine sind grün, bei manchen Individuen auch grau oder gelblich. An jeder Zehe befinden sich 3 Schwimmlappen, welche nicht aneinanderhängen. Die Augen sind rot mit schwarzer Pupille.

Verbreitung
Blässrallen sind in ganz Mitteleuropa und in Teilen Südeuropas, Sibiriens, Nordafrikas und Australiens verbreitet. Im mittleren Asien ist die Art nur im Sommer anzutreffen.

Die Art bevorzugt Gewässer mit dichter und reicher Vegetation, es werden aber auch offene Gewässerlandschaften wie Seen und Teiche angenommen. Im Winter lassen sich die zankbereiten Tiere gerne in Parkanlagen in großen Scharen füttern.

Gefährdung und Schutzstatus
Fulica atra ist in Österreich nicht gefährdet.

Lebensweise
Von April bis Juli erfolgt eine Brut mit 4 bis 12 Eiern. Das Nest wird im Schilf oder auf abgestorbenen Ästen aus Pflanzenresten gebaut. Nach 21 bis 23 Tagen schlüpfen die Jungtiere und verbleiben als Nestflüchter ca. 40 bis 60 Tage in der Umgebung des Nestes.

Die Tiere ernähren sich hauptsächlich von Wasserpflanzen, Pflanzensprossen, Schnecken, Muscheln, kleinen Insekten und Würmern, die sie ertauchen oder im Sumpfbereich bzw. Schilfgürtel suchen.

Besonderes
Die Blässralle kann bei der Nahrungssuche etwa 15 Sekunden tauchen.
Tiere, die zur kalten Jahreszeit nicht wegfliegen, finden sich zu größeren Gruppen zusammen. Sie verbleiben auf eisfreien Gewässern.

In der Schweiz wird die Blässralle auch Taucherli genannt.

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