Libellen – Gemeine Federlibelle, Blaue Federlibelle

Platycnemis pennipes

Der Name Federlibelle beruht auf den abgeflachten, verbreiteten Beinschienen, mit den steifen Borsten am Rand, die den Beinen ein federartiges aussehen verleihen. Im Nationalpark ist diese typische Art der Altarme vor allem in den Traversenbereichen die bei weitem häufigste Libellenart.

Merkmale
Ca. 4,5 cm Körperlänge und 5,5 cm Flügelspannweite. Das Männchen ist hellblau, das Weibchen cremefarben oder grünlich gefärbt. Beide Geschlechter besitzen auf dem Hinterleib 2 jeweils hinten verbreiterte schwarze Längsstreifen von sehr unterschiedlicher Ausdehnung.

Jungtiere sind fast weiß. Mittel- und Hinterschienen flächig verbreitert und mit langen Borsten besetzt.

Verbreitung
Art des Ponto-kaspischen Raumes, nach der Eiszeit vermutlich über die großen Flusstäler nach West- und Mitteleuropa eingewandert. Im Nationalpark Donau-Auen eine typische Art der Altarme, vor allem in Traversenbereichen ist sie die häufigste Libellenart.

Gefährdung und Schutzstatus
In Europa nicht gefährdet. In Niederösterreich ebenfalls ungefährdet. Im Nationalpark häufig, im Traversenumfeld sogar sehr häufig.

Lebensweise
Die Eiablage erfolgt im Tandem, da das Männchen nach der Paarung am Prothorax des Weibchens verankert bleibt. Das Männchen steht mit angezogenen Beinen steif aufrecht über der Partnerin. Die Larvalentwicklung dauert meist nur 1 Jahr.

Besonderes
An besonders geeigneten Stellen können Ansammlungen eierlegender Paare entstehen. Diese Aggregationen reduzieren die Gefahr, Opfer eines Angriffes durch Grünfrösche zu werden, da jeweils höchstens ein Paar erbeutet wird während die anderen fliehen können.

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