Libellen – Gemeine Keiljungfer

Gomphus vulgatissimus

Adulte Exemplare der gefährdeten Gemeinen Keiljungfer findet man nur mit geschulten Augen. Im Nationalpark findet man im Mai auf besonnten Brennesselbeständen allerdings mit etwas Glück sitzende juvenile Exemplare.

Merkmale
Ca. 5,5 cm Körperlänge und 6 bis 7 cm Flügelspannweite. Männchen und Weibchen schwarz mit gelblichen bzw. grünlichen Flecken, Hinterleib keilförmig verbreitert und einfarbig schwarze Beine.

Verbreitung
Das Kernareal reicht von den Pyrenäen im Westen bis zum Ural im Osten. Im Nationalpark Donau-Auen an durchströmten Altarmen anzutreffen.

Gefährdung und Schutzstatus
In Europa nicht gefährdet, in Deutschland stark gefährdet. In Niederösterreich gefährdet. Im Nationalpark in den stärker angebundenen Altarmen bei Regelsbrunn und Orth mäßig häufighäufig anzutreffen.

Lebensweise
Die Männchen halten sich vor allem an besonnten Stellen am Rand rasch strömender Gewässerbereiche auf. Sofern das Wasser stark genug bewegt ist, vertragen die Larven auch eine gewisse Verschmutzung und Sauerstoffarmut.

Sie graben sich in Ufernähe in Wassertiefen von 40-120 cm in Sand oder Schlamm ein. Die Larvalentwicklung dauert 2, 3 oder 4 Jahre.

Besonderes
Im Mai findet man auf besonnten Brennesselbeständen, mit etwas Glück, sitzende juvenile Exemplare. Die Art ist manchmal weit entfernt von ihren Entwicklungsgewässern bei der Insektenjagd zu beobachten. Dagegen sucht man sie an ihren Gewässern oft vergeblich.

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