Gerippte Bänderschnecke

Cepaea vindobonensis

Die Gerippte Bänderschnecke ist eine Lungenschnecke und zählt zur Familie der Schnirkelschnecken. Sie ist streng geschützt.

Merkmale
Die Gerippte Bänderschnecke besitzt ein Gehäuse mit regelmäßig gerippter Oberfläche. Seine Grundfarbe ist matt weißlich bis gelb mit dunklen Bändern, die beiden oberen Bänder sind deutlich blasser als die übrigen. Die Mündungslippe ist hellbraun gefärbt.

Das Gehäuse ist 17-21 mm hoch und 20-25 mm breit.
Der Weichkörper ist gelblich, die Fühler dunkel bräunlich.

Verbreitung
Cepaea vindobonensis ist die am östlichsten verbreitete Art der europäischen Bänderschnecken – sie kommt über die östlichen Alpen, das gesamte Gebiet der Karpaten, die Balkanhalbinsel bis ins Schwarzmeergebiet, im Norden bis fast zur Ostsee vor.

Gefährdung und Schutzstatus
Die Art steht nach der Wiener Naturschutzverordnung unter strengem Schutz.

Lebensweise
Der Lebensraum für diese Weichtiere findet sich in Gestrüpp, an Steppen- und Felshängen, in Ebenen und warmen Hügelländern. In trockenen Bereichen des Nationalpark Donau-Auen sind sie ebenfalls anzutreffen. Zum Nahrungsspektrum gehören Algen, Pilze und abgestorbene oder verrottete Pflanzen, die mit der Zunge abgeraspelt werden.

Wie die meisten Landlungenschnecken sind auch diese Bänderschnecken Zwitter. Die Ablage der Eier erfolgt meist im Sommer in einer selbst gegrabenen Erdmulde. Beim Schlüpfen der Jungschnecken ist  das Gehäuse schon voll ausgebildet.

Die Aktivitätsperiode reicht in West- und Mitteleuropa von März bis Oktober, anschließend gehen die Tiere in Kältestarre, die ca. 5 Monate anhält.

Zu den natürlichen Feinden der Gerippten Bänderschnecke zählen Singdrosseln.

Besonderes
Der wissenschaftliche Name der Gerippten Bänderschnecke, Cepaea vindobonensis, lautet wörtlich „Wiener Bänderschnecke“ – doch ihr Verbreitungsgebiet ist weit größer.

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