Libellen – Großes Granatauge

Erythromma najas

Diese großteils schwarz gefärbte Kleinlibelle mit ihren charakteristischen roten Augen sitzt gerne auf Seerosen- bzw. Teichrosenblättern. Im Nationalpark ist das Große Granatauge vor allem in der Unteren Lobau häufig, in anderen Bereichen meist nur selten bis mäßig häufig anzutreffen.

Merkmale
Ca. 3,5 cm Körperlänge und 4,5 bis 5 cm Flügelspannweite. Die Männchen haben leuchtend rote Augen sowie ein schwarzes Abdomen mit hellblauem 9. und 10. Hinterleibsegment.

Die Weibchen sind unauffälliger grünschwarz gefärbt.

Verbreitung
Die eurosibirische Art ist in Mittel- und Nordeuropa weit verbreitet. Das rezente Verbreitungszentrum liegt in Osteuropa. Im Nationalpark an Altarmen mit reicher Schwimmblattvegetation.

Gefährdung und Schutzstatus
In Europa nicht gefährdet, in Deutschland jedoch in der Vorwarnliste und in Niederösterreich potentiell gefährdet. Im Nationalpark mäßig häufig bis häufig.

Lebensweise
Die Männchen sitzen gerne auf Seerosen- bzw. Teichrosenblättern. Die Imagines fliegen niedrig über der Wasserfläche, setzen sich zur Paarung und Eiablage auf die schwimmenden Pflanzenteile und kommen nur selten ans Ufer.

Die Larven schlüpfen nach 4 bis 6 Wochen aus den Eiern, überwintern in den ersten Stadien und entwickeln sich innerhalb von 6 bis 9 Monaten.

Besonderes
Der Schutz ausgedehnter Schwimmblattzonen ist unerlässlich, zusätzlich muss auch der Riedsaum als Larvenlebensraum erhalten bleiben. Auch überhöhter Fischbesatz gefährdet die Larven. Dies bedeutet, dass an Gewässern mit größeren Populationen dieser Art Freizeitaktivitäten, wie Angeln, Bootfahren und Baden zum Schutz dieser Art gelenkt werden müssen.

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