Libellen – Hufeisen-Azurjungfer

Coenagrion puella

Diese hellblau und schwarz gefärbte Kleinlibelle ist bei uns eine der häufigsten Arten überhaupt. Sie ist auch an fast jedem Gartenteich anzutreffen. Im Nationalpark ist die Hufeisen-Azurjungfer in der Lobau häufig, in anderen Bereichen nur selten bis mäßig häufig zu beobachten.

Merkmale
Ca. 4 cm Körperlänge und 5 cm Flügelspannweite. Männchen hellblau und schwarz gefärbt, mit "U" bzw. hufeisenförmigem (Name!) schwarzem Mal am 2. Hinterleibsegment.

Weibchen überwiegend schwarz mit grünlicher, seltener bläulicher Zeichnung.

Verbreitung
Fast überall in Europa verbreitet und häufig, fehlt jedoch in Island. In Skandinavien und Finnland nur im äußersten Süden.

Gefährdung und Schutzstatus
In Europa nicht gefährdet. In Niederösterreich ebenfalls ungefährdet. Im Nationalpark in der Lobau häufig, in anderen Bereichen selten bis mäßig häufig.

Lebensweise
Die Imagines ernähren sich von fliegenden und sitzenden Beutetieren wie Blattläusen und Stechmücken. Aufgrund der endophytischen Eiablage ist das Vorhandensein von Gewässervegetation ein entscheidendes Habitatelement.

Es genügen bereits sehr kleine Vegetationsbestände, dichter bewachsene Gewässer sind aber günstiger. Die Eienwicklungszeit dauert 2 bis 5 Wochen, die Überwinterung erfolgt als Larve, deren Entwicklung zwischen 6 und 10 Monaten dauert.

Besonderes
Zur Paarung greifen die Männchen die Weibchen hinter dem Kopf, und zwar am Prothorax, mit ihren Hinterleibszangen. Die Weibchen nehmen den Samen aus der vom Männchen vor der Paarungssuche gefüllten Samentasche des sekundären Kopulationsorgans. Dazu biegen sie den Hinterleib weit vor. Diese Haltung bezeichnet man als Paarungsrad.

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