Käfer – Goldgruben-Eichenprachtkäfer

Chrysobothris affinis

Prachtkäfer sind besonders in den Tropen verbreitet, sie gehören zu den 8 größten Käferfamilien. Den sehr flinken Goldgruben-Eichenprachtkäfer kann man auf allen Laubbäumen finden, am häufigsten jedoch auf Eichen. Er erreicht eine beachtliche Größe von bis zu 15 mm.

Merkmale
Die Tiere sind eher schwer zu beobachten, weil sie sehr schnell und wendig fliegen können und sich bei Gefahr fallenlassen und tot stellen. Den Namen hat man dem Käfer auf Grund der 6 Vertiefungen in den Flügeldecken gegeben, sie sind als goldene Farbflecken erkennbar. Von der Körperform ähnelt er den Schnellkäfern, es fehlt jedoch der typische Sprungapparat.

Der Kopf ist tief in den Halsschild zurück gezogen und von oben gesehen deutlich breiter als lang. Im Normalfall ist die Oberseite dieses Prachtkäfers unauffällig erzbraun gefärbt und mit schwachen Längsrippen versehen. Die Unterseite glänzt kupferfarben. Das Farbspektrum reicht jedoch auch bis zu bläulich-grünlichen Formen. Die großen Augen bedecken die Seiten des Kopfes. Die eher kurzen Fühler haben ein außergewöhnlich langes 1. und 3. Fühlerglied.

Das Aussehen der Larve mit ihrem sehr großen Kopf und dem schmalen langen Körper ist charakteristisch, sie gleicht einem Kochlöffel.

Verbreitung
Chrysobothris affinis kommt in vielen Teilen Europas vor, Er bevorzugt dort Standorte mit viel Sonne und Wärme, wie zum Beispiel lichte Wälder mit einem hohen Eichenanteil. Im Nationalpark Donau-Auen sind das vor allem Auwiesen mit ihrem Baumbestand, die oftmals ganztägig sonnenbeschienen sind.

Gefährdung und Schutzstatus
Der Käfer ist geschützt, wobei die Gefahr von Lebensraumverlust vorhanden ist, aber auch sein schillernd buntes Aussehen wird ihm zum Verhängnis als begehrtes Objekt für Insektensammlungen.

Lebensweise
Die Larven des Käfers fressen im nährstoffreichen Kambium der Bäume oder den oberflächennahen Holzschichten flache Gänge. Der Verlauf ähnelt einem Zick-Zack Weg. Typischerweise sind die Gänge mit fest gepresstem Bohrmehl ausgefüllt. Die Ausbohrlöcher haben einen flachovalen Querschnitt. Bei gesunden Bäumen mit ausreichender Wasserversorgung kann solch ein Einbohrversuch von der Eiche als Wirtsbaum abgewehrt werden.

Die Larve bevorzugt trocken-warme Bedingungen, kühle Waldinnenräume mit hoher Luftfeuchtigkeit hemmen ihre Entwicklung. Auch die erwachsenen Käfer ernähren sich pflanzenfressend von ihrer Wirtspflanze.

Besonderes
Neben dem Goldgruben-Eichenprachtkäfer kommen noch weitere 17 Prachtkäferarten auf der Eiche vor. Sie ist damit unter den holzigen und krautigen Pflanzen die, welche den meisten Insektenarten eine Lebensgrundlage bieten kann. 

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