Falter – Kleiner Perlmutterfalter

Issoria lathonia

Dieser Edelfalter fällt am ehesten auf wenn er sich Nektar von einer Vielzahl von Blütenpflanzen, wie Dost, Flockenblumen, Disteln, Klee, Luzerne, Sommerflieder und Skabiosen zu holen versucht. Wenn er sitzend beobachtet werden kann sieht man den intensiven Silberglanz der Perlmuttflecken auf der Hinterflügelseite.

Merkmale
Der Kleine Perlmutterfalter besitzt eine Flügelspannweite von 35-45 mm. Seine Flugzeit ist von April bis Oktober. Die Oberseite ist wie bei anderen Arten orangebraun mit einem charakteristischen Muster aus schwarzen Flecken. Auf der ebenfalls orangebraunen Unterseite wechseln silberne Fenster mit dunklen Flecken.

Verbreitung
Die Gesamtverbreitung erstreckt sich in Europa über den ganzen Kontinent mit Ausnahme der Britischen Inseln und der nördlichen Länder.

Gefährdung und Schutzstatus
Die Art ist momentan nicht gefährdet, gebietsweise ist jedoch ein merkbarer Rückgang zu verzeichnen. Die Ursache liegt wahrscheinlich in der Intensivierung der Landwirtschaft, wo gleich nach der Getreideernte der Boden umgeackert wird und damit die Standorte des Acker-Stiefmütterchens verloren gehen. Natürlich werden auch durch die Verwendung von Spritzmitteln wichtige Vegetationsinseln vernichtet.

Lebensweise
Sein Lebensraum sollte offene Flächen aufweisen und Trockenrasenelemente beinhalten. Diese Voraussetzungen findet er bei Brachäckern und Ackerrandstreifen mit Ackerstiefmütterchen. An kühleren Tagen sitzt der Falter gerne zum Sonnen auf offenen Stellen des Bodens. Auf Annäherung reagiert er eher scheu. Er gilt als ausgezeichneter Flieger, dementsprechend kann er als Wanderfalter große Strecken zurücklegen. Es gibt jährlich 2 Generationen die ineinander übergehen.

Das Weibchen legt die Eier einzeln auf die Blattunterseite seiner Nahrungspflanzen, das sind Veilchen und Stiefmütterchen. Die Raupen werden rund 35 mm groß, sind von bräunlich grauer Farbe, der Rücken ist schwarz mit grauen Flecken. Sie sind mit einem gelbbraunen Dorn versehen. Nach relativ kurzer Zeit sind die Raupen ausgewachsen, sie verpuppen sich in Bodennähe zwischen locker versponnenen Pflanzenteilen in Form einer Stürzpuppe. Die Puppe hat mehrere weiße Flecken die an Vogelkot erinnern, sie ist dadurch gut geschützt.

Besonderes
Dieser Tagfalter nutzt auch gerne Blumenrabatten mit Zier-Stiefmütterchen, weil diese der Fraßpflanzen seiner Raupen ähneln. Er kann somit auch im Siedlungsbereich beobachtet werden.

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