Falter – Kleiner Schillerfalter

Apatura ilia

Der Kleine Schillerfalter ist ein wärmeliebender Schmetterling, der vor allem an stark riechenden Substanzen oder an kohlenhydrathaltiger Nahrung angetroffen werden kann. Das Männchen schillert durch seine Strukturfarben bei passendem Lichteinfall rötlich oder bläulich.

Merkmale
Bei der Spannweite von bis zu 60 mm ist nur ein unwesentlicher Unterschied zum Großen Schillerfalter zu erkennen. Er fällt nur auf, wenn die Exemplare unmittelbar nebeneinander sitzen.

Der Grundton der Flügeloberseite ist braun, je nach Lichteinfall schillert die Oberfläche bläulich bis violett oder überhaupt nicht. Weibliche Tiere schillern nicht. Bei genauerem Hinsehen bemerkt man auf der Oberseite der Vorderflügel einen runden schwarzen Fleck, der orangebraun umrandet ist. Die Unterseite der Flügel ist mit einer gelbbraunen Tönung versehen, die Konturen wirken eher verwaschen.

Verbreitung
Apatura ilia ist in ganz Mitteleuropa anzutreffen, fehlt jedoch in Nordeuropa, Polen und Großbritannien.

Gefährdung und Schutzstatus
Der Tagfalter wird in einigen Ländern bereits als „gefährdet“ oder in der Kategorie „Vorwarnstufe“ eingestuft.

Lebensweise
Bevorzugter Lebensraum dieses Schmetterlings sind Schneisen in Laubwäldern, Lichtungen und bewaldete Flusstäler. Der Falter bildet in Österreich von Mai bis Juni eine Generation. Nach der Paarung werden vom Weibchen auf der Blattoberseite der Futterpflanze die Eier abgelegt. Die Raupe ähnelt einer Schnecke, ist von hellgrüner Farbe und hat an den Seiten gelbliche Diagonalstreifen. Auch 2 gelbe Kopfhörner sind zu erkennen. Sie überwintert im noch nicht ausgewachsenen Stadium in groben Rindenritzen. Zur besseren Tarnung nehmen die Raupen die Graufärbung der Rinde an. Erst im darauffolgenden Mai verpuppt sich das Insekt. Als Nahrung dienen die Blätter verschiedener Pappel- und Weidenarten.

Schillerfalter besuchen keine Blüten. Eine Eigenart ist, dass sich die Tiere um feuchte Stellen niederlassen, um mit ihrem Rüssel Wasser und Mineralien aufzusaugen.

Besonderes
Das Schillern der Oberseite der Flügel entsteht durch die Nanostruktur der Flügelschuppen. Es werden die verschiedenen Anteile des einfallenden Lichts unterschiedlich reflektiert. Erst dadurch kommt die Farbe auf den Flügelschuppen zustande.

Neuigkeiten aus dem Nationalpark Donau-Auen Newsletter abonnieren