Schrecken – Laubholz-Säbelschrecke

Barbitistes serricauda

Die Möglichkeit, diese seltenen farbenprächtigen Tiere zu Gesicht zu bekommen, besteht von Juni bis September. Wie der Name Säbelschrecke schon verrät hat der Legebohrer des Weibchens die Form eines Säbels.

Merkmale
Bei einer Körpergröße von 15-20 mm haben beide Geschlechter ein braun gefärbtes Halsschild und eine grüne Grundfärbung. Charakteristisch ist ein gelber Streifen, der auf jeder Seite von den Augen bis zum Ende der stark verkürzten Stummelflügel verläuft.

Typischerweise hat die männliche Heuschnecke rote Beine. Die extrem langen Fühler haben mindestens doppelte Körperlänge. Das Männchen hat anstatt des Legebohrers zangenartige kleine Fortsätze.

Verbreitung
Die Laubholz-Säbelschrecke hat das Hauptvorkommen im südlichen Mitteleuropa. Wegen der schweren Auffindbarkeit ist die weitere Verbreitung nur wenig dokumentiert.

Gefährdung und Schutzstatus
Aufgrund der schweren Auffindbarkeit lässt sich das Gefährdungspotential schwer abschätzen.

Lebensweise
Barbitistes serricauda lebt meist in den oberen Regionen von Bäumen und Sträuchern und verbirgt sich daher vor den Blicken der Betrachter.

Diese Langfühlerschrecke gehört zu den nachtaktiven Insekten, zumindest auf Nahrungssuche gehen die Insekten bevorzugt in der Nacht. Dazu dienen der Laubholz-Säbelschrecke Pflanzenteile und ebenso tierische Kost wie andere Insekten.

Während der Paarungszeit kann man vom Männchen Gesang vernehmen, das Weibchen erwidert diesen mit einem Zirpen. Nach dieser Verständigung kommt es zur Paarung. Die Eier werden einzeln in Ritzen von Bäumen gelegt. Nach dem Winter beginnt die Entwicklung der Nymphen, sie halten sich in der Krautschicht auf und steigen erst als erwachsene Tiere in ihren angestammten Lebensraum hinauf.

Besonderes
Nachdem der Hinterleib des Weibchens von den heranreifenden Eiern stark angeschwollen ist und ein Ort für die Eiablage gefunden wurde, erfolgt der mühsame Vorgang. Als typische Haltung wird der Hinterleib stark nach unten und nach vorne gekrümmt und der Legebohrer zwischen den Mandibeln hindurch in die Ritze geschoben. Diese Führung des Legebohrers mit den Mundwerkzeugen ist charakteristisch für die Familie der Sichelschrecken.

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