Reiher – Nachtreiher

Nycticorax nycticorax

Dieser kleine und kompakte Reiher ist eher nacht- und dämmerungsaktiv. Er ist am Rand von Gewässern anzutreffen, wo er seine Nahrung sucht. Oft sieht man einige Nachtreiher im Röhricht beisammen und erst beim gemeinsamen Abflug der Vögel erkennt man die tatsächliche Anzahl der dort vorherrschenden Individuen.

Merkmale
Nachtreiher haben graue Flügel und einen schwarzen Rücken. Ihre Flügelspannweite beträgt knapp 1 m. Im Nacken befinden sich dünne weiße Federn und der Oberkopf ist schwarz gefärbt.

Die Stirn ist weiß und unter dem kurzen dicken Schnabel ist das Gefieder leicht gelblich. Die Augen stechen rötlich hervor. Die Beine des Nachtreihers sind gelblich gefärbt und im Frühling rot. Jungvögel haben eine dunkelbraune bis braune Farbe mit weißen Streifen.

Verbreitung
Die Art ist fast überall auf der Welt daheim, wo es warm ist. Man findet sie in Nord- und Südamerika, Europa, Asien und Afrika. Nahtreiher sind im Röhricht oder auf Bäumen in der Nähe von Gewässern anzutreffen. In Süd- und Mitteleuropa, auch im Nationalparkgebiet, sind sie von März bis Oktober zu sehen.

Gefährdung und Schutzstatus
Da diese Reiherart ein sehr großes Verbreitungsgebiet aufweist, nähert sie sich nicht den Grenzwerten für gefährdete Arten und ist somit als wenig gefährdet eingestuft. Aufgrund von Lebensraumzerstörung ist ihr Bestand eher am Abnehmen.

Lebensweise
Nachtreiher sind eng an das Wasser gebunden. Sie fischen am Rand von Gewässern nach kleinen Fischen und großen Insekten. Vor allem in der Brutzeit leben sie oftmals in Trupps oder Kolonien zusammen.

Sie bauen kleine Nester aus Zweigen in Bäumen und Büschen. Darin befinden sich 3 bis 5 Eier, die von April bis Juli bebrütet und aufgezogen werden.

Besonderes
Tagsüber ist dieser Reiher kaum zu sehen und wird deswegen von Kennern nur durch seinen „quak“-Ruf erkannt. Aufgrund dieses Lautes wird er in den Niederlanden als Kwak bezeichnet.

Bei der Partnersuche muss das Männchen seinen Nestrohbau gut präsentieren. Dies macht er indem er dem Weibchen symbolisch einen Zweig zeigt. Dann wird das Weibchen begrüßt, indem das Männchen seinen Kopf senkt und von links nach rechts hin und her bewegt. Dabei werden die weißen Genickfedern besonders gut präsentiert. Wenn das Weibchen zufrieden ist, bleibt das Paar eine Brutsaison zusammen.

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