Enten – Reiherente

Aythya fuligula

Die Reiherente ist die häufigste Süßwassertauchente, das Männchen ist leicht an seiner schwarz/weiß Färbung mit schwarzem hängendem Federschopf erkennbar.

Merkmale
Die Reiherente wird 40 bis 47 cm groß, ihre Flügelspannweite liegt bei 70 cm. Das Prachtkleid des Männchens ist unverkennbar: schwarzer Kopf, schwarz hängender Federschopf, schwarzer Hals, schwarze Schultern, schwarzer Rücken und schwarzer Bürzel. Der Bauch und die Schwingen sind weiß, auf dem Wasser schwimmend mit einer schönen S-förmig abgegrenzten Linie zum schwarzem Rücken. Der Schnabel ist blaugrau. Beim Weibchen ist der Schopf nur angedeutet (eine kurze Holle), dunkelbraunes Federkleid und weißlich-graue Unterschwanzdecken. Bei manchen Individuen kann der Schnabelgrund weiß sein. Orangefarbene Augen mit schwarzer Pupille.

Der Ruf des Männchens klingt gedämpft „bük bük“, oder „gügügü-gürr“,  von den Weibchen kann ein kurzes „krök“ oder knarrend „kräck kräck“ gehört werden.

Verbreitung
Die Art ist  in ganz Nord- und Westeuropa verbreitet. Auf den britischen Inseln und Teilen Mitteleuropas ist sie ganzjährig anzutreffen. Im Norden Europas und den nördlichen Teilen Asiens können die Reiherenten nur im Sommer beobachtet werden, diese Tiere ziehen nach Südeuropa und in Teile Nordafrikas.

Die Reiherente ist an allen Süßgewässern, stehend oder träge fließend, anzutreffen, ebenso an Parkteichen und Staubecken. Sie ist der dritthäufigste Gewässervogel nach Stockente und Blässralle. Zur kalten Jahreszeit sind die Tiere auch futterzahm an diversen Parkteichen in den Städten zu finden.

Gefährdung und Schutzstatus
Sie ist in Österreich potentiell gefährdet, in einigen Bundesländern haben sich rezente Populationen gebildet. Derzeit gibt es in Europa ungefähr 300.000 Brutpaare.

Lebensweise
Von Mai bis Juli wird gebrütet, das Nest wird auf Schilf am Boden gebaut, die Brutzeit beträgt ca. 25 Tage. Die Tiere ernähren sich hauptsächlich von Schnecken und Muscheln, die sie ertauchen. Auch Insekten, -larven, Wasserpflanzen und deren Samen werden gefressen.

Besonderes
Die Reiherente kann bei der Nahrungssuche bis zu 2 m tief tauchen.

Neuigkeiten aus dem Nationalpark Donau-Auen Newsletter abonnieren