Bienen – Rostrote Mauerbiene

Osmia bicornis

Die Rostrote Mauerbiene ist eine der am häufigsten anzutreffenden Wildbienen. Ihren Namen verdankt sie ihrem rostroten Hinterleib. Nisthilfen wie Insektenhotels im eigenen Garten werden gerne von ihr angenommen.

Merkmale
Rostrote Mauerbienen haben eine Körperlänge von 10 bis 12 mm. Die Männchen sind jedoch etwas kleiner als die Weibchen. Sie haben eine rostrote Behaarung am Hinterleib, sind sonst eher hellbraun bis dunkelbraun behaart und haben eine gelbgraue Brust.

Die Stirn der Weibchen ist schwarz mit zwei kleinen stumpfen Hörnern, die beim Männchen nicht vorhanden sind. Diese haben eine weiße Stirnbehaarung und viel längere und dünnere Fühler.

Verbreitung
Die Rostrote Mauerbiene ist in Mitteleuropa weit verbreitet und ist eine der häufigsten Wildbienen. Sie lebt an offenen Standorten wo es auch Nistmöglichkeiten gibt.

Gefährdung und Schutzstatus
Aufgrund ihrer geringen Ansprüche an den Lebensraum ist sie sehr häufig und dürfte daher in beinahe jedem Dorf in Mitteleuropa auftreten. Daher ist sie in ihrem Bestand nicht gefährdet.

Lebensweise
Vor allem im April und Mai ist sie sehr häufig in Gärten zu sehen. Die ca. 2 Wochen vor den Weibchen erscheinenden Männchen erwarten diese oft bereits an passenden Nistmöglichkeiten, um sich dort mit ihnen zu paaren. Die Eier werden dann in geeignete Nistplätze, wie Hohlräume gelegt.

Besonderes
Bei der Erstellung des Nestes wird zunächst am Ende des Nestraumes eine 2 mm dicke Rückwand gebaut. Anschließend werden bis zum Ausgang sichelförmige Strukturen angefertigt. Als Bausubstanz dient Lehm, der mit Speichel und auch Wasser flüssig gemacht wird. Es wird nun das erste Nest mit Nektar und Pollen befüllt bis es halbvoll ist. Anschließend wird ein Ei gelegt und das Nest wird verschlossen. Danach wird das gleiche Prozedere bei all den anderen Brutzellen durchgeführt, bis das ganze Liniennest mit bis zu 20 Zellen fertiggestellt wurde.

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