Schneider

Alburnoides bipunctatus

Aufgrund ihrer hohen Ansprüche an naturnahe Gewässer ist diese recht unscheinbare Kleinfischart europaweit gefährdet.

Merkmale
Der Schneider erreicht etwa eine Länge von 9 bis 13 cm.

Bauch-, Seiten- und Afterflossen sind am Ansatz häufig orange gefärbt. Das Seitenlinienorgan ist oben und unten schwarz eingefasst.

Verbreitung
Der Schneider lebt in schnell fließenden Bächen und Flüssen mit kiesigem Grund, nördlich der Pyrenäen und Alpen bis zum Ural.

Gefährdung und Schutzstatus
In vielen Ländern Europas, so auch in Österreich als gefährdet bzw. bereits als ausgestorben eingestuft.

Lebensweise
Die erwachsenen Tiere leben gesellig in Schwärmen in den tieferen Gewässerbereichen mit entsprechender Strömung. Sie ernähren sich vorwiegend von bodenlebenden Wirbellosen wie Insektenlarven und Flohkrebsen.

Die Jungfische hingegen besiedeln seichte, strömungsarme Bereiche der Gewässer.

Die Laichzeit liegt zwischen Mai und Juli. Während dieser Zeit sind die Fische leuchtend gefärbt.

Besonderes
In allen Altersklassen bevorzugen die Schneider strukturreiche Lebensräume mit Totholz, Wurzeln und Steinblöcken, die verschiedene Strömungszonen und ein breites Spektrum an Wassertiefen bewirken.

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