Smaragdeidechse

Lacerta viridis viridis

Die prächtige Färbung der Smaragdeidechse ist unverwechselbar und fasziniert den Betrachter. Im Nationalpark Donau-Auen ist sie auf einigen Heißländen der Lobau und auf den trockenen Berghängen bei Hainburg heimisch.

Merkmale
Jungtiere sind oberseits einfarbig grau bis hellbraun gefärbt. Später wechselt die Farbe bei Weibchen zu hell- bis gelbgrün, bei den Männchen zu dunkel- bis blaugrün.

Auch ihre Körpergröße von bis zu 40 cm macht diese Echse unverwechselbar.

Verbreitung
In Österreich ist die Smaragdeidechse auf die östlichen Bundesländer beschränkt. Im Nationalpark Donau-Auen ist sie auf den trockenen Berghängen bei Hainburg und in der Wiener Lobau heimisch.

Gefährdung und Schutzstatus
Die Art ist auf wenige wärmebegünstigte Standorte beschränkt und daher stark gefährdet.

Lebensweise
Wie alle Eidechsen sind auch Smaragdeidechsen ausschließlich tagaktiv. Sie ernähren sich von Heuschrecken, Spinnen, Käfern und ähnlichen Kleintieren.

Einige Wochen nach der Paarung vergräbt das Weibchen seine meist 10 bohnengroßen Eier in einem Erdloch. Etwa 3 Monate später schlüpfen im Herbst die Jungtiere mit einer Köpergröße von 6 bis 9 cm.

Besonderes
Männliche Smaragdeidechsen zeigen im Frühjahr Kommentkämpfe: einleitend versuchen die Tiere sich durch Kopfsenken, Nackenheben und peitschenartige Schwanzbewegungen zu beeindrucken. Dann versuchen sie einander mit den Kiefern am Hinterkopf bzw. an den Extremitäten zu fassen. Gegenüber überlegenen Männchen wird als Demutshaltung das "Treteln" vorgeführt: das unterlegene Männchen bewegt den Kopf auf und ab und tritt mit den Vorderbeinen auf der Stelle. Sich derartig verhaltende Tiere werden nicht angegriffen.

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