Enten – Stockente

Anas platyrhynchos

Die Stockente ist in unseren Breiten die charakteristische Ente schlechthin. In allen Kinderbüchern, Jugendbüchern und allgemein zugänglichen Zeitschriften muss die Stockente als „Ente“ herhalten, wohl auch da sie als „Stadtente“ Einzug in Parkteiche sowie stehende und fließende Gewässer in Stadtnähe gehalten hat und so leicht gesichtet werden kann. Sie ist die Stammform der Hausenten.

Merkmale
Sie gehört zur Ordnung Anseriformes, der Gänsevögel, Familie Anatidae, der Entenvögel und zur Gattung Anas, der Eigentlichen Enten. Die Stockente wird 51 bis 62 cm groß, ihre Flügelspannweite variiert zwischen 81 und 95 cm und sie erreicht ein Gewicht von 700 bis 1500 g. Das Prachtkleid des Männchens ist unverkennbar mit gelbem Schnabel, grün-metallisch schimmerndem Kopf, ein weißes schmales Band ziert den Halsabschluss. Bauch und Schultern sind braun, der Körper ist weißlich grau. Der Bürzel ist schwarz und weiß mit „Erpellocke“ am Schwanzende.

In der Zeit von Ende Juni bis August trägt der Erpel sein Schlichtkleid und sieht darin dem Weibchen sehr ähnlich. Die Grundfarbe ist braun mit schwarzer Zeichnung, mit blauem Flügelspiegel. Die Schnabelfarbe verrät ob es sich um ein Männchen (gelb) oder ein Weibchen (orangebraun) handelt.

Verbreitung
Anas platyrhynchos ist auf der gesamten Nordhalbkugel verbreitet, in Europa, Nordamerika und Asien. Individuen in Nord- und Osteuropa wandern als Zugvögel ab Ende September (je nach Wetterlage) nach Mittel- bis Südeuropa.

Die Stockente kommt an allen Gewässern (stehend und fließend) vor, sie ist sehr anpassungsfähig. Bei der Nahrungssuche ist sie auch fernab von Wasser, auf Feldern und Wiesen anzutreffen.

Gefährdung und Schutzstatus
Die Stockente ist nicht gefährdet. Die Art neigt zur Bastardisierung mit anderen Arten, dadurch können ursprüngliche Arten vertrieben bzw. verdrängt werden. In Neuseeland wurde die Stockente eingeführt und bastardisiert und verdrängt die heimische Augenbraunente.

Lebensweise
Nach dem Nestbau verlässt der Erpel das Weibchen. Von März bis Juni wird gebrütet, 1 Brut im Jahr mit 7 bis 16 Eiern. Das Weibchen legt die Eier im Abstand von einem Tag ins Nest, nach ungefähr 4 Eiern wird pausiert, das Nest offen zurückgelassen, wenn sich keine Gelegeräuber am Nest zu schaffen gemacht haben werden weitere Eier gelegt.

Nach 25 bis 28 Tagen schlüpfen die Jungtiere und nach 6 bis 12 Stunden verlassen die Küken mit der Mutter das Nest (Nestflüchter). 8 Wochen später können die Jungtiere fliegen. Sie lernen von der Mutter, welche Nahrung für sie geeignet ist: grüne Ufer-, Wasser- und Landpflanzen, Pflanzensamen, kleine Krebse, Würmer, Schnecken, Insekten.

Besonderes
Die Stockente hat in freier Wildbahn (oder Stadtgebiet) eine Lebenserwartung von 15 Jahren, Haustiere erreichen ein Alter von bis zu 40 Jahren. Ihre Fluggeschwindigkeit erreicht bis zu 110 km/h.

Während der Mauser, wenn auch alle Schwungfedern ausfallen, sind die Tiere 3 bis 4 Wochen flugunfähig. Der Erpel von Ende Juni bis Mitte Juli, die Ente von Ende Juli bis Mitte August.

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