Meisen – Sumpfmeise

Poecile palustris

Die Sumpfmeise, auch Nonnenmeise genannt, vormals Parus palustris, ist charakteristisch an ihrer schwarzen „Kopfbedeckung“ zu erkennen. Ab Augenhöhe aufwärts ist der gesamte Kopf schwarz behelmt.

Merkmale
Die Sumpfmeise wird 11,5 bis 12 cm groß und erreicht ein Gewicht von 9 bis 12 g. Unter ihrer typischen schwarzen Kopfbedeckung und dem schwarzen Kinnfleck hat sie weiße Wangen, welche sich in ein gräuliches Weiß am Rücken verwandeln um dann in ein mittleres Grau überzugehen. Der Bauch ist weißlich bis hellgrau.

Eine Verwechslung kann es mit der ähnlich gefärbten Weidenmeise, Poecile montana, geben - wobei der schwarze Kinnfleck ein wenig größer ist, auf den Flügelrändern, in sitzender Pose, eine stärkere Randzeichnung beobachtet werden kann und die Weidenmeise im Habitus ein wenig gedrungener wirkt.

Verbreitung
Poecile palustris ist in ganz Mitteleuropa und im östlichen Mittelasien beheimatet.
Der Name der Sumpfmeise täuscht, sie bevorzugt Laub-, Mischwälder, Streuobstflächen und Gärten. Die Art ist in sumpfigem Gelände genauso häufig wie ohne feuchte Gewässeranbindung.

Gefährdung und Schutzstatus
Die Art ist in Österreich derzeit nicht gefährdet.

Lebensweise
Die eine Brut im Jahr erfolgt von April bis Mai, mit 5 bis 10 Eiern. Das Nest wird aus Moos, Flechten, Halmen, Federn und Tierhaaren in niedrig liegenden Baumhöhlen und Astlöchern gebaut. Seltener zwischen Baumwurzeln oder in Nistkästen.

Nach 15 bis 20 Tagen werden die Jungen flügge. Die Jungtiere werden mit Spinnen und kleinen Insekten gefüttert. Im Winter ernährt sich die Sumpfmeise zusätzlich von fettreichen Samenkörnern.

Besonderes
Im Winter ist die Sumpfmeise oft gesehener Gast an Futterhäuschen, im Unterschied zur Weidenmeise. Sie nimmt gerne Hanfsamen auf, welche dann im Schnabel aufgereiht transportiert werden, um sie für später zu verstecken.

Der Ornithologe Christian Ludwig Brehm unterteilte als erster zwischen Sumpf- und Weidenmeise.

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