Weidenholz-Gallmücke

Dasineura saliciperda

Mit ein wenig Augenmerk kann man die Anwesenheit der Weidenholz-Gallmücke auf vielen Arten der Weide erkennen. Die Ausschlupflöcher der geschlüpften Tiere sind in ihrer Gesamtheit sehr auffällig, da der Holzbereich schwammartig durchlöchert erscheint.

Merkmale
Die Larven haben eine gelbe Färbung und wachsen bis zu einer Größe von 3 mm heran. Das erwachsene Tier ist ebenfalls mehrere mm groß und flugfähig.

Verbreitung
Die Verbreitung von Dasineura saliciperda ist in ganz Mitteleuropa gegeben, natürlich ist die Weidenholz-Gallmücke im Nationalpark Donau-Auen ebenfalls heimisch.

Gefährdung und Schutzstatus
Dasineura saliciperda ist nicht gefährdet.

Lebensweise
Die im späten Frühjahr schlüpfenden Weibchen dieser Gallmücken verlassen selten den Bereich ihrer Entwicklung. Oft werden in unmittelbarer Nähe die Eier abgelegt. Es sind bis zu 150, die in Reihen auf die Rinde platziert werden. Die betroffenen Bereiche der Äste haben meist einer Stärke von bis zu 15 cm und sind 2- bis mehrjährig. Über Jahre kann sich der Bereich der Brutstätten auf bis zu einen halben Meter ausdehnen.

Die schlüpfenden Larven bohren sich in die Rinde ein. Der Baum reagiert mit Anschwellungen beziehungsweise Wucherungen, so genannten Sprossgallen auf die Störung. Im Inneren des Baumes führen die Larven ein verborgenes Leben, es werden schlussendlich Kammern gebildet. Auch den Winter verbringen die Larven in der Gallkammer. Im Frühling des darauf folgenden Jahres verpuppt sich das Insekt und kommt anschließend als erwachsenes Tier zum Vorschein. Die leeren Puppenhüllen sind oftmals noch im Schlupfloch zu sehen und die Rinde löst sich fetzenartig vom Baum. Es wird 1 Generation pro Jahr ausgebildet.

Besonderes
Durch das Fraßbild kommt es zu einer erhöhten Bruchgefahr im Bereich der perforierten Stelle. Das Absterben älterer Äste kann 2 bis 3 Jahre dauern, bei jüngeren Stämmchen vollzieht sich der Vorgang langsamer und über mehrere Jahre. Die Weide regiert auf Dasineura saliciperda, indem der Baum unter der Befallstelle einen Neuaustrieb tätigt. Diese Reaktion kann zu einer Verbuschung des Baumes führen.

In der neueren Literatur wird die Weidenholz-Gallmücke auch unter dem Namen Rabdophaga saliciperda geführt.

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