Zebraspringspinne

Salticus scenicus

Der Sprung einer Springspinne ist maßgeschneidert. Sollte er doch einmal daneben gehen, so zieht sie sich an ihrem selbst gesponnenen Sicherheitsfaden wieder hoch. Niemals kommt es vor, dass sie abstürzt.

Merkmale
Die Zebraspringspinne hat, wie der Name bereits sagt, ein schwarz-weißes Muster. Mit zunehmendem Alter nutzen sich die weißen Schuppenhaare ab, so dass das Tier relativ dunkel erscheint.

Die Spinne wird bis zu 7 mm groß. Die Gestalt kann man als gedrungen bezeichnen, auffällig sind die kurzen, kräftigen 8 Beine.

Verbreitung
Salticus scenicus ist in ganz Europa verbreitet. Natürlich kann man diese Sprungkünstlerin auch im Nationalpark Donau-Auen an geeigneten Standorten finden.

Gefährdung und Schutzstatus
Es besteht keine Gefährdung.

Lebensweise
Wie alle Springspinnen baut diese Art keine Fangnetze. Sie schleichen sich regelrecht an das auserwählte Beutetier heran. Auf der Jagd gelingen der Zebraspringspinne Sprünge von bis zu 10 cm Weite. War der Sprung erfolgreich, so wird das Beutetier mit einem Giftbiss gelähmt und so lange festgehalten, bis keine Fluchtgefahr mehr besteht. Der Inhaltsstoff ist ein hochwirksames Nervengift. Für den Menschen besteht in keiner Situation ein Gefährdungspotential. Die Spinne kann mit ihrer Technik Insekten, wie Fliegen, Käfer, Ameisen und ähnliches erbeuten. Natürlich können die Sprünge auch zur Flucht benutzt werden.

Als Lebensraum wählt die Spinne sonnige Felsen, Zaunpfähle oder Mauern. Beliebte natürliche Biotope sind ferner Trockenrasen mit Steineinlagerungen. Salticus scenicus ist tagaktiv und jagt sehr gerne bei Sonnenlicht.

Eine 2. außergewöhnliche Eigenschaft haben die Augen, die dreidimensional und färbig sehen können. Auf nahe Entfernung ist damit ein besseres Sehvermögen als bei Menschen gegeben. Neben diesem exzellenten Sehsinn, der sie auch unter Spinne einzigartig macht, ist auch der Geruchssinn sehr gut ausgebildet.

Mit Einbruch des Winters zieht sich Salticus scenicus an einen kältegeschützten Ort zurück, sodass sie an den ersten warmen Frühlingstagen schon wieder zu sehen ist. Oft kann man die Spinne immer wieder an denselben Standorten sehen, da sie sich in einem festen Revier bewegt. Für die Fortpflanzung werden die Eier in einem kleinen, hellen Kokon abgelegt.

Besonderes
Die Beine strecken und beugen sich genau so weit, dass die Beute exakt erreicht wird. Diese Hydraulik dient in der Bionik immer noch als Vorbild. Der immer wieder beeindruckende Sprung resultiert aus einer ruckartigen Überstreckung des 3. und 4. Beinpaares. Das geschieht jedoch nicht direkt durch Muskeln, sondern nach einem eher hydraulischen Prinzip. Die ersten beiden Beinpaare sind für Landung und Ergreifen der Beute verantwortlich.

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