Echter Wundklee

Anthyllis vulneraria

Schon im Altertum setzte man den Wundklee, wie der Name schon sagt, zur Wundheilung und gegen Husten ein. Die gelben vielblütigen Blütenköpfe mit rötlichen Spitzen erscheinen zwischen Juni und September. Bei vermehrter Sonneneinstrahlung nimmt die rötliche Farbe zu.

Merkmale
Die krautige mehrjährige Pflanze gehört zu den Schmetterlingsblütengewächsen und erreicht Wuchshöhen von 5 bis etwa 40 cm. Der Stängel zeigt sich teils liegend, meist aufsteigend oder aufrecht stehend. Die Form der Blätter ist lang-elliptisch, sie sind in bis zu 4 Blättchenpaaren angeordnet. Typisch bei den gefiederten Blättern ist ein auffällig vergrößertes Endblatt das bis zu 8 cm lang wird.

Die Blütenfarbe reicht von hell- bis orangegelb. Die gelben Blüten stehen in einem Köpfchen vereint. Der Kelch ist zottig-filzig behaart und wirkt nach der Blüte aufgeblasen. Die Blütezeit reicht von Juni bis September. Die entstandenen Früchte sind relativ leichte Nüsse die durch den Wind verbreitet werden, es ist dies die Hauptverbreitungsart der Pflanze.

Verbreitung
Das Verbreitungsgebiet des Echten Wundklees umfasst fast ganz Europa. Die Pflanze wächst von der Ebene bis in alpine Regionen. Im Nationalpark Donau-Auen ist Anthyllis vulneraria ebenfalls an trockenen Standorten beheimatet.

Gefährdung und Schutzstatus
Es besteht keine Gefährdung.

Lebensweise
Als Pionierpflanze schätzt der Wundklee kalkreiche und trockene Böden mit viel Sonne. Diese Voraussetzungen findet er an Wegrändern, Brachflächen, Rainen und trockenen Wiesen. Durch die moderne Landwirtschaft und die damit verbundene Düngung wird sein Vorkommen seltener.

Anthyllis vulneraria besitzt eine Pfahlwurzel und gehört damit zu den wichtigsten Rohbodenfestigern. Außerdem können Bakterien an den Wurzelknöllchen den Luftstickstoff binden und damit für die Pflanze verfügbar machen. Der Nektar in den Blüten ist von Hummeln und Schmetterlingen mit ihren langen Rüsseln zu erreichen.

Besonderes
Wundklee-Tee wird zur Behandlung von äußeren Wunden und Geschwüren (Umschläge und Spülungen) und innerlich zur Blutreinigung verwendet. Die Heilwirkung soll vom Vorhandensein verschiedener Wirkstoffe wie Saponinen, Flavonolglykosiden und Gerbstoffen ausgehen. Exakte Angaben fehlen jedoch in der Literatur. Bei den genannten Anwendungsgebieten ist die Wirksamkeit der Zubereitung wissenschaftlich ebenfalls nur unzureichend belegt.

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