Wasserpflanzen – Gewöhnlicher Froschlöffel

Alisma plantago-aquatica

Der Name Froschlöffel bezieht sich einerseits auf die löffelförmige Gestalt seiner Blätter und andererseits auf den Lieblingsstandort dieser Pflanze, nämlich Flachwasserbereiche die in der Regel auch von verschiedenen Amphibienarten bevölkert werden. Der Froschlöffel gehört zu den wenigen weltweit verbreiteten Pflanzenarten unserer heimischen Flora.

Merkmale
Der Froschlöffel erreicht eine Höhe von 20 - 100 cm, wobei die Blätter weit von dem pyramidalen Blütenstand mit den quirligen Blütenrispen überragt werden. Die Laubblätter entspringen einer knollig verdickten Grundachse und können als bandförmige Wasserblätter oder als löffelförmige Luftblätter deren Spreitengrund abgerundet bis leicht herzförmig ist ausgebildet sein.

Die Blütezeit reicht von Juni bis September, wobei sich die Blüten erst ab 12 Uhr öffnen und bis 17 Uhr offen bleiben. Die Blüten sind wie bei allen Vertretern der Froschlöffelfamilie 3zählig. Die Blütenblätter sind weiß bis zart rosa.

Verbreitung
Diese Art ist weltweit verbreitet. In ganz Österreich kommt der Froschlöffel von den Tieflagen bis in die obere Montanstufe vor. Seichtwasserbereiche am Ufer von Seen, Teichen, Tümpeln und Altwässern mit nährstoffreichen schlammigen Böden werden bevorzugt.

Gefährdung und Schutzstatus
Die Art ist in Westösterreich selten und dort als regional gefährdet eingestuft.

Lebensweise
Der Froschlöffel ist - ähnlich wie das Pfeilkraut (Sagittaria sagittifolia) - in der Lage, abhängig vom Wasserstand entweder zarte linealische Wasserblätter oder die typischen löffelförmigen Luftblätter auszubilden.

Besonderes
Die Blätter und der Wurzelstock des Froschlöffels enthalten einen scharfen Milchsaft und sind daher in frischem Zustand schwach giftig. Diese Teile wurden in der Vergangenheit als Abführmittel eingesetzt.

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