Hecken-Nieswurz

Helleborus dumetorum

Bereits im Februar erscheinen an der Hecken-Nieswurz mehrere Blüten an einem Blütenstiel, die Färbung dieser ist fahl-grün bis gelblich-grün. Bis Mai können die Blüten an der Pflanze beobachtet werden.

Merkmale
Im Winter welken die dunkelgrünen Laubblätter meist ab, entwickeln sich im darauf folgenden Frühling jedoch sehr bald. Die Blätter stehen am Grund der Pflanze und sind 7-11fach geteilt, der Rand zeigt sich scharf gesägt.

Bereits zur Blütezeit erreichen die Laubblätter meist die Maximalgröße, so dass die Blüten oft verdeckt werden. Von allen Nieswurz-Arten sind hier die kleinsten Blüten anzutreffen. Die Höhe der Hecken-Nieswurz kann bis zu 40 cm betragen.

Verbreitung
Das Verbreitungsgebiet umfasst Ost- und Mitteleuropa. Im Nationalpark Donau-Auen wurde diese Pflanze bisher nur in der Lobau nachgewiesen.

Gefährdung und Schutzstatus
Die Art steht unter Naturschutz und zählt zu den gefährdeten Arten.

Lebensweise
Die Ansprüche an den Boden sind relativ hoch, neben kalkhältigem Substrat sollte er auch viele Nährstoffe enthalten und feucht sein. Die krautige Pflanze bildet als Überdauerungsorgane Rhizome aus, damit wird aus ihr eine ausdauernde Pflanze.

Besonderes
Eine Giftwirkung von Helleborus dumetorum war schon im Altertum bekannt. Die Kräuterbücher der damaligen Zeit wiesen bereits darauf hin und warnten vor Überdosierungen. Bei Vergiftungen mit der Pflanze kommt es zu Herzklopfen, Durchfall, Schwindel und Erbrechen. Der Name von „Nieswurz“ ist auf den Umstand zurückzuführen, dass die Wurzeln, sofern man sie pulverisiert, Niesreiz auslösen.

Der Gattungsname Helleborus setzt sich aus 2 griechischen Wörtern zusammen und besagt, dass ein Verzehr der Pflanzen tödlich enden kann.

Neuigkeiten aus dem Nationalpark Donau-Auen Newsletter abonnieren