Huflattich

Tussilago farfara

Der Huflattich ist einer der ersten Frühlingsblüher, dessen strahlend gelbe Blütenköpfe vor der Entwicklung seiner Blätter erscheinen. Die Heilwirkung dieser Pflanze war schon im Mittelalter bekannt.

Merkmale
Die Blüten dieses Wildkrautes stehen einzeln an schuppigen Stängeln. Sie öffnen sich bei kaltem und regnerischem Wetter nicht und bleiben nach unten geneigt. Bereits im Februar werden die ersten Bienen und sonstigen Insekten von den nektarreichen Blüten angelockt.

Die schmalen gelben Zungenblüten stehen in mehreren Reihen empor. Dabei kann eine Huflattichpflanze bis zu 8000 einzelne Früchte produzieren. Es sind dies flaumige, seidige, mit Haarkranz versehene Nussfrüchte dieses Korbblütlers. Nach dem Verblühen verschwinden die Blütenstände schnell, dann sind nur mehr die großen, lang gestielten und herzförmigen Blätter zu finden.

Sie erreichen eine beachtliche Breite von bis zu 30 cm und zeigen eine typische Hufeisenform, wobei die Unterseite mit einem grauen silbrigen Filz überzogen ist. Der Huflattich erreicht dabei eine Wuchshöhe bis 20 cm.

Verbreitung
Tussilago farfara ist in ganz Europa heimisch. Es werden durchlässige Böden an trocken-warmen Standorten bevorzugt. Da es sich von Natur aus um eine Pionierpflanze handelt, findet der Huflattich manchmal durch menschliches Zutun zum Beispiel an Straßenböschungen und Baustellen ideale Bedingungen die zu Massenbeständen führen. In der Regel werden solche Huflattichfluren aber bald von anderen Pflanzengesellschaften abgelöst.

Gefährdung und Schutzstatus
Der Bestand des Huflattichs ist nicht gefährdet.

Lebensweise
Der Wurzelstock von Tussilago farfara zieht sich mit waagrecht unter der Erdoberfläche verlaufenden Wurzelausläufern in unterschiedlichen Tiefen dahin, sie erreichen Längen von bis zu 2 m. Naturliebhaber meinen, wenn die Huflattichblüten durch die Erde brechen ist der Frühling angebrochen.

Besonderes
Der Artname enthält das lateinische Wort Tussis, es bedeutet übersetzt „Husten“, während der Name „farfara“  ebenfalls lateinischen Ursprungs ist und von „farina“ kommt, was Mehl bedeutet. Dies soll auf die silbrig mehlige Rückseite der Blätter hinweisen.

Es empfiehlt sich beim Sammeln von Blüten, wegen deren Bedeutung als erste Insektennahrung nicht den gesamten Bestand an einer Stelle abzuernten. Die Heilung fördernden Wirkstoffe der Pflanze sind unter anderem Schleimstoffe, Sterole, Bitter- und Gerbstoffe.

Der wirksamste Teil sind jedoch die Blätter, sie zählen zu den ältesten Hustenmitteln. Neuere Forschungen deuten bei Überdosierungen aber auf unerwünschte Nebenwirkungen wie erhöhtes Krebsrisiko hin. Deshalb sollte das Wildkraut nicht länger als 4 Wochen pro Jahr eingenommen werden. 

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