Japanischer Staudenknöterich

Fallopia japonica

Der Japanische Staudenknöterich ist ein sogenannter „Neubürger“ und stammt, wie aus dem Namen unschwer zu entnehmen ist, ursprünglich aus Japan. Er wurde bei uns als Zierpflanze sowie als Wild- und Viehfutter angebaut und ist verwildert. Mancherorts zeigt die Art eine bedenkliche Ausbreitungstendenz, zumal sie einmal etabliert mit ihrem erdrückenden bis 3 m hohen Wuchs der standorttypischen Flora kaum eine Chance lässt.

Merkmale
Der Japanische Staudenknöterich wächst durch seine kräftigen unterirdischen Kriechsprosse in großen zusammenhängenden Beständen. Die Triebe werden 1-3 m hoch und hängen bogig nach einer Seite über. Der runde nach oben hin verzweigte Stängel ist unten gefleckt. Die Laubblätter sind gestielt. Sie haben eine 5-12 cm lange zugespitzte Spreite mit gestutztem Spreitengrund.

Die Pflanze blüht von Juli bis September. Die Blütenblätter sind weiß gefärbt. Zur Fruchtreife sind die 3 äußeren Blütenblätter geflügelt.

Verbreitung
Die Art stammt ursprünglich aus Japan, wurde aber inzwischen als Zier- und „Kulturpflanze“ vielerorts eingeschleppt. In Österreich kann man sie inzwischen in allen Bundesländern verwildert antreffen wobei sie vielerorts besonders bach- und flussbegleitend bedenkliche Ausbreitungstendenzen zeigt. Als Standorte kommen feuchte Böschungen, Ufer, Waldränder sowie Weiden- und Erlengebüsche in Frage. Die Art ist von den Tieflagen bis in die untere Montanstufe vertreten.

Gefährdung und Schutzstatus
Der Japanische Staudenknöterich ist kein Bestandteil der heimischen Flora und weder gefährdet noch schützenswert.

Lebensweise
Der Japanische Staudenknöterich besitzt speichernde unterirdische Kriechsprosse. Einmal etabliert bildet die Pflanze reichlich unterirdische Ausläufer. Die Knöterichart wächst dadurch in dichten Horden. Diesen dichten, raschwüchsigen und bis zu 3 m hoch wuchernden Beständen hat die heimische Pflanzenwelt kaum etwas entgegenzusetzen.

Dazu kommt, dass eingeschleppte Pflanzen häufig nicht wie in ihrer Heimat durch Pflanzenfresser oder Parasiten im Zaum gehalten werden. In Augebieten findet man besonders viele derartige Neubürger. Durch die Hochwasserdynamik entstehen immer wieder offene Flächen, an denen sie sich ansiedeln können. Flüsse sind somit ideale Wanderkorridore für ihre Ausbreitung.

Besonderes
Eine nahe verwandte Zierpflanze ist der aus West-China stammende Silberregen oder Baldschuang-Knöterich (Fallopia aubertii). Diese rechtswindende Liane wird häufig zur Begrünung von Lärmschutzwänden entlang von Straßen verwendet.

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