Kanadische Goldrute

Solidago canadensis

Die aus Nordamerika stammende Kanadische Goldrute breitet sich seit dem 19. Jahrhundert in Europa stark aus. Sie soll vor 1648 nach Frankreich gekommen sein und hat sich anschließend weiter ausgebreitet. Heute wird sie in Europa als „Neophyt“ bezeichnet. Durch ihr schnelles Wachstum gefährdet sie die Artenvielfalt im Nationalpark Donau-Auen.

Merkmale
Diese krautige Pflanze gehört zur Familie der Korbblütler. Sie erreicht Höhen zwischen 50 und 200 cm. Auffallend ist sie durch ihre an der Oberseite in eine Richtung zeigenden gestielten gelben Blütenkörbchen.

Diese ausladenden pyramidenförmigen Rispen sind bogig gekrümmt. Die Zungenblüten sind nur wenig bis gar nicht länger als die Röhrenblüten. Ihre Blütezeit ist von August bis Oktober.

Die Blätter des Stängels sind lanzettlich und im oberen Bereich gesägt. Zusätzlich sind sowohl der Stängel als auch die Blattunterseite kurzhaarig.

Verbreitung
Solidago canadensis ist in Europa weit verbreitet. Dort, wo sie noch nicht häufig vorkommt, wird mit einer Zunahme der Bestände gerechnet. Sie wächst in großen Kolonien auf offenen Flächen wie Äckern und Lichtungen im Wald.

Gefährdung und Schutzstatus
Die Art ist nicht Bestandteil der heimischen Flora. Die Kanadische Goldrute ist nicht gefährdet.

Lebensweise
Diese raschwüchsige Art ist sehr anpassungsfähig und kommt auf wenig genutzten Flächen unterhalb von 900 m Höhenlage vor. Aufgrund ihrer ausgezeichneten Vermehrungs- und Verbreitungsstrategie wächst die Goldrute oft in sehr dichten Beständen. Dadurch verhindert sie oft die Keimung einheimischer Pflanzen, da diesen somit das notwendige Licht fehlt.

Die Bestäubung erfolgt durch Insekten. Die Verbreitung erfolgt durch bis zu 19.000 Samen pro Stängel, die vom Wird verteilt werden. Es gibt jedoch auch eine vegetative Verbreitung durch unterirdische Ausläufer, welche Rhizome genannt werden.

Besonderes
Da die Kanadische Goldrute stark entwässert, wird sie häufig in Blasen- und Nierentees verwendet. Man kann die Blätter von ganz jungen Individuen trocknen und diese dann verwenden. Auch die Blüten können frisch zu Tee verarbeitet werden.

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