Kleines Immergrün

Vinca minor

Das Kleine Immergrün stellt einen Kulturfolger alter Siedlungen dar. So ist es für Archäologen ein Indikator ehemaliger Siedlungswüstungen die im Laufe der Zeit wieder zu Waldstandorten geworden sind. Auch in den Donau-Auen lässt sich das sehr gut beobachten.

Merkmale
Die Vinca-Arten sind immergrüne niedrige Halbsträucher mit einer Wuchshöhe von 10 bis 15 cm. Die gegenständig angeordneten Laubblätter sind eiförmig, ganzrandig, lederartig, dunkelgrün und auf der Rückseite gelblich.

Die 5 Kronblätter sind an der Basis zusammengewachsen und öffnen sich zu einem kleinen „Windrad“. Die blauvioletten Blüten haben einen Durchmesser von bis zu 3 cm, nur selten findet man weiße Blüten. Der Blühzeitraum liegt in April und Mai.

Verbreitung
Die Pflanze kommt in Mittel- und Südeuropa und in Kleinasien vor. Bei uns wächst sie besonders gern in Hainbuchenwäldern, Hartholzauwäldern und an Waldrändern.

Gefährdung und Schutzstatus
Die Art kommt nur zerstreut vor, ist aber nicht gefährdet.

Lebensweise
Die Blätter bleiben das ganze Jahr an der Pflanze und geben ihr somit ihren Namen. Aus den Blattachseln entspringen im März bis Mai die gestielten blauvioletten Einzelblüten.

Das Immergrün ist ein Bodendecker und wird auch gerne für dunkle Ecken im Garten verwendet.

Besonderes
Die Pflanze ist giftig, wird daher in der Allgemeinmedizin nicht direkt angewendet, jedoch wird aus ihr das Vincamin (z. B. gegen cerebrale Durchblutungsstörungen, Schwindel, Gedächtnisverlust und andere Alterssymptome) gewonnen. 

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