Kugeldistel

Echinops sp.

Die stahlblauen Blütenkugeln der Kugeldistel kommen einem bekannt vor, da man sie meist schon auf Schnittblumen oder als Trockenblume gesehen hat. Die aufrechte, buschige Staude wird bis zu 150 cm groß und ist eine imposante Erscheinung.

Merkmale
Die Kugeldisteln gehören zur Familie der Korbblütler, sie stellen eine eigene Pflanzengattung dar. Ihre Laubblätter zeigen auf der Oberseite eine spinnwebenartige Behaarung, die Unterseite ist auffällig graufilzig. Die Laubblätter sind wechselständig angeordnet und sind meist 2fach-fiederteilig.

Die runden Blütenköpfe sitzen auf aufrecht stehenden kantigen Stängeln, sie können einen Durchmesser von bis zu 4 cm erreichen.

Verbreitung
In Europa sind 12 Arten vertreten, ursprünglich war die Distel in Süd- und Osteuropa heimisch.

Gefährdung und Schutzstatus
Es besteht keine Gefährdung.

Lebensweise
Kugeldisteln können teilweise eingebürgert oder als Zierpflanze verwildert sein. Ideal ist ein Standort, wo Echinops sp. mindestens 4 Stunden pro Tag in der Sonne steht. Hoch werden kann die Pflanze nur an windgeschützten Standorten, da sie sonst leicht umknickt. Ansonst ist die Gattung anspruchslos und ausdauernd, ein Gedeihen wird auch von steinigen mageren Böden nicht beeinflusst. Trockene Sommer stellen ebenfalls kein Problem dar, da die Wurzeln tief in den Erdboden reichen.

Die Blütezeit reicht von Juli bis September, wobei die Körbchen innerhalb eines Blütenkopfes von oben nach unten aufblühen. Die Verbreitung durch die 5kantigen Früchte kann durch Selbstaussaat funktionieren.

Der Gattungsname „Echinops“ leitet sich von der Ähnlichkeit der Köpfe mit einem zusammengerollten Igel ab und heißt übersetzt „Igelgesicht“.

Besonderes
Die Pflanze eignet sich für ein Staudenbeet im Garten sehr gut. Besonders passend erscheint die Kugeldistel für Beete die im unteren Bereich bereits bepflanzt sind, die Distel kann dann den oberen Bereich einnehmen.

Erheblich mehr Blüten erzielt man, wenn die verblühten Blütenstände regelmäßig abgeschnitten werden. Will man eine unkontrollierte Vermehrung verhindern, so kann eine Wurzelsperre eingesetzt werden.

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