Leberblümchen

Hepatica nobilis

Das Leberblümchen kann ab März im Nationalpark Donau-Auen angetroffen werden. Seinen Namen verdankt es wohl den 3lappig geformten Laubblättern, die an den Umriss der menschlichen Leber erinnern.

Merkmale
Das Leberblümchen ist eine mehrjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 25 cm erreicht. Die Laubblätter, welche erst nach der Blüte ausgebildet werden, sitzen an langen Stielen und sind 3lappig geformt. An der Blattoberseite zeigt sich meist dunkelgrüne Färbung während die Unterseite eher purpur-violett getönt ist. Die Blätter überdauern gewöhnlich den Winter.

Die ebenfalls langgestielten blau(violetten) endständigen Blüten weisen mit ihren 6-9 Kronblättern und weißen Staubgefäßen einen Durchmesser von 15 bis 30 mm auf. Die Blütezeit ist März bis April. Selten kommen auch Pflanzen mit weißen oder purpurnen Blüten vor.

Verbreitung
Das Areal der Art ist durch große Verbreitungslücken gekennzeichnet. Der Verbreitungsschwerpunkt liegt in den Laubwäldern der nördlichen Hemisphäre. Als Standort werden lichte Buchen- und Eichenwälder mit kalkhaltigem basenreichem Lehmboden bevorzugt.

Gefährdung und Schutzstatus
Das Leberblümchen steht unter Naturschutz und darf weder gepflückt noch ausgegraben werden.

Lebensweise
Als typischer Frühjahrsblüher nützt das Leberblümchen das Lichtangebot am Waldboden im zeitigen Frühjahr bevor die Bäume Laub treiben.

Besonderes
Die Pflanze ist durch das enthaltene Protoanemonin giftig! Dies ist ein gegen Menschen und Tiere wirksamer Giftstoff, der in allen Hahnenfußgewächsen vorkommt. Er wird bei Verletzung der Pflanze freigesetzt, bei Kontakt mit Haut oder Schleimhaut verursacht es Rötungen, Juckreiz oder gar Blasenbildung.

Bei Aufnahme in den Körper beeinflusst das Gift das Nervensystem: es kommt zu Erbrechen, Durchfall, Schwindelanfällen, aber auch Krämpfen und Lähmungserscheinungen. 

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