Schwarznuss

Juglans nigra

Die ursprünglich aus Nordamerika stammende Schwarznuss zählt wie unsere heimische Walnuss zu den Walnussgewächsen. Sie kann ein Alter von bis zu 250 Jahren erreichen.

Merkmale
Die Schwarznuss kann bis zu 50 m hoch werden und einen Stammdurchmesser von bis zu 2,5 m aufweisen. Die Rinde ist gräulich-braun gefärbt.

Die Blätter sind gefiedert, gestielt und erreichen eine Länge von ungefähr 30-50 cm. Diese bestehen aus mehr als 10 Teilblättchen (Walnuss: nur 5-9 Teilblättchen). Sie können paarig oder unpaarig vorliegen. Sollte es eine Endfieder geben (wodurch sie unpaarig wäre), dann wäre diese kleiner als die anderen Blättchen. Die Unterseite der Blätter ist behaart. Die Blattoberseite weist bis auf die Mittelader keine Behaarung auf. Im Herbst färbt sich das Laub gelb.

Die Früchte der Schwarznuss sind kugelige Nussfrüchte, deren Schale rau, braun bis schwarzbraun und sehr dick ist (Walnuss: grün, relativ glatt und nicht so dick). Schwarznüsse lassen sich aufgrund der dicken Schale nur schwer öffnen. Die darin befindliche Nuss ist genießbar.

Verbreitung
Ihr natürliches Verbreitungsgebiet liegt im Osten der USA. Dort dient sie als Nutzholz. Nach Europa kam sie Ende des 17. Jahrhunderts. Vor allem in Auwäldern findet man sie heute sehr häufig. Gegen Ende des 19 Jahrhunderts wurde versucht, Schwarznussbäume forstlich anzubauen. Heutzutage wird sie in Europa eher als Unterlage für die Veredelung von Walnussbäumen oder als Zierbaum verwendet, seltener in Kulturen.

Gefährdung und Schutzstatus
Die Schwarznuss gilt als nicht gefährdet.

Lebensweise
Die Schwarznuss ist einhäusig gemischtgeschlechtlich. Das bedeutet, sie hat unterschiedliche Reifezeitpunkte von weiblichen und männlichen Geschlechtsorganen. Somit wird eine Selbstbefruchtung vermieden. Die männlichen Geschlechtsorgane der Schwarznuss sind hängende Kätzchen. Diese sind ungefähr 10 cm lang. Die weiblichen Geschlechtsteile liegen in Gruppen aus bis zu 5 Bestandteilen vor und sind wie eine Ähre angeordnet.

Die nach der Befruchtung entstehende kugelige Nussfrucht kann im September/Oktober gesammelt und mit etwas Aufwand geöffnet werden. Die darin befindliche Nuss kann ohne Probleme gegessen werden.

Besonderes
Der Name Juglans nigra leitet sich aus dem Farbstoff Juglon und nigra = schwarz ab. Die Schwarznuss gibt Juglon über die Wurzeln in den Boden ab und stört dadurch die Wurzelentwicklung anderer Pflanzen. Sterben Teile eines Schwarznussbaumes ab und fallen zu Boden, entstehen durch einen chemischen Vorgang Stoffe, die für viele Pilze und Pflanzen in deren Nähe giftig sind. Sie wirken antibakteriell und fungitoxisch.

 

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