Wiesen-Alant

Inula britannica

Der Wiesen-Alant macht erst durch seine auffallend großen, gelben dekorativen Blüten auf sich aufmerksam. Diese erscheinen zwischen Juli und September und damit relativ spät, was die Pflanze unter den nektarsuchenden Insekten sehr begehrt macht.

Merkmale
Diese bodendeckende Staude erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 60 cm. Die Blätter sind von lanzettlicher Form und gezähnt, auf der Unterseite kann man eine kurze Behaarung feststellen. Diese kann auch als wollig bis filzig wahrgenommen werden. Die Blätter besitzen eine dunkelgrüne Färbung und erscheinen ledrig. Die oberen Laubblätter umfassen den Stängel während die unteren Blätter kurz gestielt sind.

Die Blütenköpfchen haben eine gelbe Färbung und erreichen eine Breite von bis zu 4 oder gar 5 cm. Sie bestehen aus ca. 2 cm langen und 2 mm breiten Zungenblüten. Aus den Blüten werden zahlreiche Samen in Form von 1,5 mm langen, gerippten und behaarten Früchten gebildet die vom Wind verbreitet werden.

Verbreitung
Der Wiesen-Alant ist eine osteuropäisch-westasiatische Art. In Europa fehlt das Vorkommen lediglich im Norden, auf den Britischen Inseln und im südlichen Mittelmeergebiet. Auch im Nationalpark Donau-Auen ist der Wiesen-Alant vertreten.

Gefährdung und Schutzstatus
Diese Alant-Art ist zahlenmäßig auf allen bekannten Standorten rückläufig, weshalb die Pflanze teilweise auf der Roten Liste zu finden ist. Der Grund liegt in der Veränderung oder Vernichtung ihrer Lebensräume.

Lebensweise
Inula britannica wächst schnell zu Büscheln, da aus den flach liegenden, fadenförmigen Wurzeln neue Pflanzen wachsen, daher gilt der Wiesen-Alant als Wurzelkriecher. Die Pflanze ist in wechselfeuchten Sumpfwiesen, Gräben und am Rand von Gewässern zu Hause. Es werden schwankende Feuchtigkeitsverhältnisse im Boden in einem weiten Bereich toleriert. Auf Grund einer leichten Salztoleranz kommt dieser Alant auch an der Meeresküste vor. Der Nährstoffgehalt des Bodens sollte hoch sein, warme Lagen werden bevorzugt.

Die Art ist empfindlich auf Schnitte die vor Mitte Juli erfolgen. Die Bestäubung der Blüten erfolgt durch Tagfalter und Bienen.

Besonderes
Seit vielen Jahrhunderten ist die Pflanze auch als Färbemittel bekannt.

Der lateinische Name „Inula“ weist auf den griechischen Ausdruck „ausleeren“ hin. Es bezieht sich auf die abführende Wirkung der Inhaltsstoffe des Wurzelstockes für den Menschen.

Auch in der traditionellen chinesischen Medizin werden der Echte Alant und der Wiesen-Alant in Form der getrockneten Blütenköpfe unter dem Namen Xuan Fu Hua zur Bereitung von Aufgüssen verwendet. Diese Anwendung soll bei Lungenerkrankungen schleimlösend wirken und bei Verstopfung und Erbrechen Linderung bringen.

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