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Agátas Schlossinselpraktikum
Liebe Leserinnen und Leser,
gerne möchte ich meine Erfahrungen aus meinem Praktikum im Nationalpark Donau-Auen mit Ihnen teilen. Mein Praktikum begann im Februar und dauerte bis Ende April. Während dieser Monate hatte ich die Möglichkeit zu beobachten, wie die Natur langsam aus ihrem Winterschlaf erwacht und sich mit dem Frühling verändert.
Zu meinen Hauptaufgaben gehörte vor allem die Instandhaltung und Vorbereitung der Schlossinsel auf die kommende Saison. Bereits ab Februar arbeiteten wir intensiv daran, das Gelände für die Besucherinnen und Besucher vorzubereiten. Zu meinen Tätigkeiten zählten beispielsweise das Füttern der Fische im Teich und in den Aquarien sowie die Vorbereitung der Biberstation, für die genagtes Holz gesammelt werden musste. Diese Aufgabe war nicht allzu schwierig, da sich ein Biber in der Umgebung der Schlossinsel angesiedelt hatte. Häufig fanden sich dort angenagte Holzstücke und umgestürzte kleine Bäume.
Meine Kollegin Sarah hatte bereits mehrere Wochen versucht, diesen Biber aufzuspüren, bevor das schließlich mir übertragen wurde. Ich stellte an verschiedenen Orten auf der Insel Wildkameras auf und hoffte, den Biber damit aufnehmen zu können. Obwohl rund um die Kameras immer wieder frisch angenagte Äste auftauchten, zeigte sich der Verursacher selbst nie. Offenbar möchte dieser Biber nicht gefilmt werden. Dafür gelang es mir jedoch, andere Bewohner der Schlossinsel aufzunehmen, darunter einen Graureiher, Rotkehlchen und auch Igel.
Zu den weiteren Aufgaben, an denen ich beteiligt war, gehörten das Abschleifen der hölzernen Kinderspielattraktionen, der Bau eines Strohnests, die Reinigung des Schildkrötenteichs, der Umbau der Schildkrötenstation mit Eiern, die Vorbereitung der Kadaverstation sowie der Bau eines Weges beim Mühldumpf. Besonders gerne kümmerte ich mich um die Schafe, die Fische und das Füttern der Ziesel. Im Rahmen meines Praktikums durfte ich außerdem beim Baumschneiden assistieren, was für mich sehr interessant und neu war.
Zwergschafe im Schnee
Agáta bereitet eine Station für die Saison vor
Ein Versuch mit der Wildkamera
Eine Blindschleiche kreuzt den Spazierweg auf der Schlossinsel
Aurelia mit dem Lamm Donna
Mit einem aufmerksamen Blick konnte man während der Arbeit oft Tiere entdecken, die typisch für den Nationalpark Donau-Auen sind. Auf den Wegen begegnete man Schlangen, Blindschleichen, Ölkäfern oder auch einer jungen Schildkröte, die sich auf die Schlossinsel verirrt hatte.
Gerne möchte ich auch einige meiner schönsten Momente erwähnen, von denen es viele gab. Sie zeigen, wie interessant und vielfältig dieser Ort ist. Im letzten Monat meines Praktikums wurde am Ostermontag ein Lamm vom Schaf Aurelia geboren und ich bekam die Ehre, ihm einen Namen zu geben – es erhielt den Namen Donna. Ein weiteres besonderes Erlebnis war für mich die Teilnahme an der Feier zum 30-jährigen Bestehen des Nationalpark Donau-Auen. Eine spannende Erfahrung war die Vorbereitung eines Paludariums für Amphibien. Gemeinsam mit meiner Kollegin Carola kontrollierten wir, ob alle Tiere, beispielsweise Donau-Kammmolche und Rotbauchunken, den Winterschlaf gut überstanden hatten.
Neben der Arbeit auf der Schlossinsel hatte ich außerdem die Möglichkeit, an interessanten Exkursionen teilzunehmen, die vom Rangerteam des Nationalparks geleitet wurden. Gemeinsam mit einer weiteren Praktikantin unternahm ich außerdem eine dreitägige Exkursion in den Nationalpark Gesäuse.
Auf der Schlossinsel habe ich viele neue Dinge gelernt, sehr freundliche und inspirierende Menschen kennengelernt und werde mich immer gerne an diese Zeit erinnern. Abschließend möchte ich mich herzlich bei Felicia, Sarah und Carola für ihr Vertrauen, ihre Unterstützung und ihre Geduld bedanken.
Agáta Seberová
Praktikantin im Nationalpark Donau-Auen