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Braune Weidenschaum-Zikade - Aphrophora salicina

Typische Schaumbildung

Wenn die Oberflächen von Stämmen, Trieben, Zweigen und Ästen der Weiden mit weißem Schaum bedeckt sind, hat man die unter dem Schaum versteckte Larve der Weidenschaum-Zikade vor sich. Dieser massenhaft produzierte Schaum dient dem Schutz der Tiere vor Angreifern.

Merkmale

Für die Weide ist der Befall völlig ungefährlich, da sie standortbedingt über genug Wasserreserven verfügt. Die teilweise recht groben Einstiche veranlassen das Pflanzgewebe zur Bildung von Wundkallus, es entstehen charakteristische wulstartige Kallusringe.
Das Schaumgebilde erhält für die darin sitzende Larve die für die Weiterentwicklung nötige Feuchtigkeit und Temperatur. Der Schaum an sich besteht laut Untersuchungen zu 99,5% aus Wasser, geringsten anorganischen und organischen Substanzen. Es wurde jedoch, im Gegensatz zu Honigtau, kein Zucker gefunden.
Die Erzeugung des Schaums basiert auf rhythmischem Einpumpen von Luftbläschen in eine eiweißhältige Flüssigkeit, die aus dem After ausgeschieden wird.
Das erwachsene Tier ist 9-11 mm groß, es kann von Juli bis Oktober beobachtet werden. Aphrophora salicina ist meist unauffällig braun gefärbt. Die häutigen Hinterflügel liegen unter den Vorderflügeln. Aufgrund der kräftigen Beine können die Tiere gut springen, wobei Dornen an den Hinterbeinen für den Absprung von Vorteil sind.
Als typische Zikaden sind auch Weidenschaum-Zikaden mit einem Saugrüssel zur Nahrungsaufnahme ausgestattet.

Verbreitung

Weidenschaum-Zikaden sind in ganz Europa verbreitet, sie leben in Wäldern und an Waldrändern. Im Nationalpark Donau-Auen sind die Schaumnester der Larven im Mai/Juni überall an Weiden anzutreffen.

Gefährdung und Schutzstatus

Die Braune Weidenschaum-Zikade genießt keinen gesonderten gesetzlichen Schutz, sie gilt als nicht gefährdet.

Lebensweise

Weidenschaumzikade Die Weibchen legen ihre Eier im Sommer in Rinde und Holz von Weiden. Die Jungtiere schlüpfen erst nächstes Frühjahr und bleiben an ihrem Platz. Aphrophora salicina - Larven ernähren sich vom aufsteigenden Saft der Leitungsbahnen.
Insgesamt muss die Larve 5 Stadien durchlaufen, die über Häutungen vollzogen werden. Mit zunehmendem Alter bilden und vergrößern sich die Anlagen für die Organe des erwachsenen Tieres.
Bekannt geworden ist die Schaumzikade wegen ihrer Sprungkraft, so kann sie relativ zu ihrer Größe sehr hoch, nämlich bis zu 70 cm springen.

Besonderes

Der Zikadenschaum wird im Volksmund auch als Kuckucksspeichel oder Hexenspucke bezeichnet. Der Begriff „Kuckucksspeichel“ rührt von den parallel vorhandenen Kuckucksrufen im Frühling, wenn die Schaumballen vermehrt auf dem Wiesenschaumkraut zu beobachten sind. Sie werden von einer verwandten Art, der Wiesenschaumzikade produziert. Hier weist auch der Name „Schaumkraut“ schon darauf hin, bzw. wird auch die Pflanze als „Kuckucksblume“ bezeichnet.





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