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Kleiber - Sitta europaea

Kleiber

Der zierliche Kleiber ist der einzige Vogel in unseren Breiten, der kopfabwärts an Bäumen herumklettert. Er gehört zur Ordnung Passeriformes, der Sperlingsvögel.

Merkmale

Der Kleiber, auch Spechtmeise genannt, wird 12 bis 14 cm groß, die Färbung seiner Körperoberseite ist grau vom Schnabel bis zur Schwanzspitze. In der Verlängerung des Schnabels läuft über das Auge ein schwarzer Streifen bis zum Kopfende, kein Überaugenstreif. Das Kinn und die Wangen sind weiß, die  Bauchunterseite variiert von rahmgelb, orange bis rostrot. Die Schwanzunterseite ist rostbraun und weiß gescheckt. Der graue Schnabel ist lange und spitz, spechtartig. Der Körperbau ist gedrungen, kurzer Schwanz, kurzer Hals, großer Kopf. Die Augen sind schwarz.

Verbreitung

Der Kleiber ist in ganz Mittel- und Südeuropa, mittleres Asien und Nordwestafrika anzutreffen. Er bevorzugt Laubmischwälder, Parkanlagen und Gärten in denen große, alte Bäume stehen.

Gefährdung und Schutzstatus

Kleiber In Österreich derzeit nicht gefährdet.

Lebensweise

Von April bis Juni wird gebrütet, eine Brut im Jahr mit 5 bis 9 milchigweißen und rostbraun gemusterten Eiern. Die Einfluglöcher alter Spechthöhlen, Nistkästen oder Baumhöhlen werden mit Lehm so weit verkleinert, dass nur mehr die Bruteltern durchkönnen, als Schutz vor Gelege- oder Kükenräubern. Daher kommt auch der mittelhochdeutsche Name Kleiber - Handwerker welche Wände aus Lehm gebaut hatten. Nach 14 bis 18 Tagen schlüpfen die Jungtiere und werden ca. weitere 24 Tage mit Insekten und deren Larven, Samen, Nüsse und Beeren gefüttert. Der Kleiber legt Vorräte an. Futterstellen werden im Winter gerne angenommen.

Besonderes

Der Kleiber klemmt Nüsse oder größere Beutetiere in Baumritzen oder Rindenspalten, um sie besser aufzumeißeln bzw. zu portionieren. Im Winter ist der Kleiber oft mit Meisen vergesellschaftet.
Der Bestand wird weltweit derzeit, laut IUCN, auf etwa 10 Millionen Tiere geschätzt.

So klingt der Kleiber





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