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Pirol - Oriolus oriolus

Pirol

Der Pirol ist trotz seiner intensiven Färbung sehr selten zu beobachten, da er sich im Blätterdach hoher Bäume versteckt. Eher ist er zu hören.

Merkmale

Das Pirolmännchen ist auffallend gelbschwarz gefärbt. Die Flügel, der Schwanz und ein kleiner Strich zwischen Auge und Schnabel ist schwarz. Das Tier wird ca. 24 cm groß, etwas kleiner als eine Amsel. Die gelben Farbpartien des Männchens sind beim Pirolweibchen deutlich unauffälliger, eher grünlich bis graugelb. Die Färbung nimmt aber, je älter das Weibchen wird, an Intensität zu. Einzig der Nacken bleibt immer grünlich bis graugelb. Jungtiere haben im ersten Lebensjahr die gleiche Färbung wie junge Weibchen. Männchen und Weibchen haben einen rostfarbenen bis leicht rosa gefärbten Schnabel.
Der Gesang ist ein melodisch flötendes „düdlio-liu“ mit Tonsprüngen, leicht nachzupfeifen. Bei Störung oder im Wegflug ist ein gepresstes „chrää“ oder „grewäh“ zu hören.

Verbreitung

Oriolus oriolus ist in ganz Mittel- und Südeuropa verbreitet, im Norden endet sein Vorkommen an der Südspitze der britischen Insel und am südlichen Ende Skandinaviens. Im Osten reicht sein Vorkommen bis mittleres Asien. Die Überwinterungsgebiete des obligaten Zugvogels sind das östliche Afrika, Madagaskar und westafrikanische Baumsavannen. Die ersten Tiere sind Ende März, Anfang April an ihren Brutplätzen, der Großteil der Tiere erreicht die Brutplätze im Mai. Der Pirol bevorzugt alte Auwälder, Parkanlagen und Alleen mit alten und hohen Baumbeständen.

Gefährdung und Schutzstatus

In Österreich ist Oriolus oriolus nicht geschützt und nicht bedroht, außer in Tirol und Vorarlberg, hier gilt die Art als gefährdet, Kategorie 3 Gefährdung.

Lebensweise

Die Eier des Pirols sind rosa bis weißlich mit schwarzen Tupfen. Eine Brut im Jahr wird aufgezogen, welche mit größeren Insekten, Larven und Raupen sowie frischen süßen Früchten wie Kirschen gefüttert wird.

Besonderes

Ende April/Anfang Mai werden die kunstvollen Napfnester aus Grashalmen, Stängeln und Papierresten in Astgabeln oder zwischen zwei parallelen Ästen hoch in den Baumkronen gebaut.

So klingt der Pirol





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