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Osterluzeifalter - Zerynthia polyxena

Osterluzeifalter

Der Osterluzeifalter gehört zur Familie der Papilionidae, Ritterfalter. Wie sein Name schon erahnen lässt, ist sein Lebenszyklus eng mit der Osterluzei, Aristolochia clematitis, als ausschließliche Futterpflanze, verbunden. Der giftige Inhaltsstoff der Pflanze, Aristolochiasäure, wird von der Raupe aufgenommen und bleibt auch im Falter erhalten.

Merkmale

Die Flügelspannweite des Falters beträgt 46 bis 56 mm. Die Grundfarbe des Falters ist ein helles Gelb mit schwarzer und roter Zeichnung, am Rande der Flügel verläuft ein schwarzes Wellenmuster. Die Raupe des Osterluzeifalters wird bis 35 mm lang und ihre Grundfarbe variiert von hellbraun bis zu einem hellen gelb mit schwarzen kleinen Punkten und roten Warzen, an deren Enden schwarze Haarbüschel herausragen.

Verbreitung

Zerynthia polyxena ist in ganz Südeuropa/Südosteuropa verbreitet, mit Ausnahme der Iberischen Halbinsel, wo eine ähnliche Art, Zerynthia rumina, vorkommt. Nach Osten reicht das Vorkommen bis in den Nordwesten Kasachstans. Bis in 1000 m Höhe ist der Osterluzeifalter anzutreffen, in Ausnahmefällen sogar bis 1700 m. Er bevorzugt offene Landschaften, wie Wiesen oder felsige raue Gelände, an der seine Futterpflanze, die Osterluzei, Aristolochia clematitis, wächst. Der Osterluzeifalter ist sehr ortstreu.

Gefährdung und Schutzstatus

Raupe In ganz Österreich ist Zerynthia polyxena vom Aussterben bedroht, für Wien und Niederösterreich gilt die Art als stark gefährdet, Kategorie 2 Gefährdung.

Lebensweise

Die strohfarbenen Puppen überwintern an der Futterpflanze, der Falter schlüpft im darauffolgenden Jahr zur Frühlingszeit, April und Mai. Nach der Paarung werden die Eier an der Osterluzei an der Blattunterseite abgelegt und schlüpfen nach einer Woche. Die Raupen, welche nach vier bis fünf Wochen ausgewachsen sind, fressen erst ab der zweiten Häutung die Blätter der Pflanze, zuvor werden die Triebe und die Blüten angeknabbert.

Besonderes

An sonnigen Tagen können oft mehrere, junge Raupen an der Blattoberseite ruhend beobachtet werden. Bei Jungraupen sind bereits die Dornen orange verfärbt. Ausgewachsene Raupen sind aber meistens an der Blattunterseite anzutreffen.
Der Osterluzeifalter ist abhängig von seiner Futterpflanze: Ohne Osterluzei gäbe es auch keinen Osterluzeifalter!





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