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Äskulapnatter - Zamenis longissimus

Äskulapnatter

Äskulap, dem griechische Gott der Heilkunst, wurde als Wahrzeichen ein von einer Schlange umwundener Stab beigeordnet. Dieser Äskulapstab wird noch heute von Medizinern als "ärztliches Wappen" geführt. Die Äskulapnatter ist im Nationalpark Donau-Auen entlang des südlichen Hangwaldes regelmäßig an Wegrändern anzutreffen.

Merkmale

Sehr große Schlange, welche regelmäßig 140 bis 160 cm Körperlänge erreicht, große Exemplare sogar bis zu 180 cm. Die Oberseite ist glänzend hellbraun bis olivfarben und seitlich sowie am Kopf heller als am Rücken. Gegen das Schwanzende zu wird die Färbung dunkler. Die meisten Rückenschuppen zeigen einen hellen Längsstrich. Die Bauchschilder besitzen an jeder Seite einen leichten Kiel als Kletterhilfe. Äskulapnattern besitzen wie alle einheimischen Nattern 9 große Schilder an der Kopfoberseite. Jungtiere zeigen einen gelben Hinterhauptsfleck, dieser ist aber im Gegensatz zur Ringelnatter nach hinten nicht dunkel begrenzt. Ihre Oberseite ist grau bis gelbbraun und mit 4 bis 6 Reihen viereckiger oder rundlicher, dunkler Flecken gemustert.

Verbreitung

Äskulapnatter Die Äskulapnatter ist, ausgenommen Vorarlberg, in allen Bundesländern verbreitet. Im Hochgebirge fehlt diese wärmeliebende Schlange, konnte jedoch in Höhenlagen von bis zu 1600 m nachgewiesen werden.

Gefährdung und Schutzstatus

Die Äskulapnatter wird in den Roten Listen gefährdeter Tierarten geführt.

Lebensweise

Äskulapnattern ernähren sich überwiegend von Mäusen, Maulwürfen, Eidechsen und Vögeln welche durch Umschlingen erdrückt werden. Auch Eier werden angenommen. Sie leben vorwiegend am Boden und in niedrigem Gestrüpp, können jedoch mit Hilfe ihrer gekielten Bauchschuppen ausgezeichnet klettern. Äskulapnattern sind tag- und dämmerungsaktiv und nehmen ausgedehnte Sonnenbäder. Die Bewegungen sind schnell, elegant und leise.

Besonderes

Diese Art ist die größte Schlange des Nationalparks. Ende Juni werden 5-8 bis zu 5 cm große Eier in vermorschenden Baumstümpfen, Laubhaufen etc. abgelegt. Nach 6 bis 8 Wochen schlüpfen daraus etwa 20 cm große Jungtiere. Äskulapnattern sind sehr gute Kletterer, die scharfen Längskanten der Bauchschuppen dienen dabei als Hilfsmittel. In der Paarungszeit messen die Männchen ihre Kräfte manchmal in Kommentkämpfen, bei denen versucht wird, das andere niederzudrücken. Dies verläuft immer ohne Verletzungen.

Werden Äskulapnattern bedrängt und wird ihnen der Fluchtweg versperrt, so können sie zur Abwehr schmerzhaft zubeißen. Dies kann, obwohl sie ungiftig sind, durch Infektionen unangenehm in Erscheinung treten. Generell sollte man Wildtiere stets mit etwas Abstand beobachten.





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