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Bergahorn - Acer pseudoplatanus

Bergahorn

Der Bergahorn ist ein meist stattlicher Baum mit recht regelmäßiger Krone. Der Name Bergahorn weist auf den hauptsächlichen Standort in kühl-feuchten Bergwäldern hin.

Merkmale

Der Bergahorn ist ein sommergrüner Baum mit meist geradem Stamm, der bis zu 35 m hoch und bis zu 2 m dick werden kann. Die Blätter sind groß und straff mit 3 breiten und 2 kleineren, stumpfen Lappen und spitzen Buchten. Außerdem sind die paarweise gegenüber stehenden Blätter unregelmäßig gesägt. Die Oberseite ist dunkelgrün und die Unterseite graugrün gefärbt. Im Herbst verfärben die Blätter sich goldgelb. Die 8 bis 15 cm langen gelbgrünen Blüten befinden sich in traubenartigen Rispen, die sich gemeinsam mit den Blättern im Mai entfalten. Die anfangs glatte, graubraune Rinde wird im Laufe der Jahre dunkel- bis rotbraun. Zusätzlich beginnt sie ähnlich wie bei der Platane abzuschuppen.
Im Boden kann sich der Baum dank seines weitverzweigten Wurzelsystems und der Herzwurzel gut verankern.

Verbreitung

Bergahorn Blätter Acer pseudoplatanus ist in Europa überall heimisch. Seine typischen Verbreitungsschwerpunkte liegen im kühl-feuchten Bergklima. Er ist sogar in hochmontanen Lagen zu finden. Eine besondere Rolle spielt der Baum in Kanada, wo das Blatt auch in der Nationalflagge und dem Staatswappen zu finden ist.

Gefährdung und Schutzstatus

Beim Bergahorn kann man von keiner Gefährdung sprechen.

Lebensweise

Junge Ahorne wachsen in der Jugend besonders schnell, das Wachstum lässt jedoch bereits früh wieder nach. Der Baum trägt sehr viel zur Bodenverbesserung bei, da seine Blätter zu äußerst nährstoffhaltigem Humus verrotten. Im Nationalpark Donau-Auen ist der Bergahorn ein Bewohner der Harten Au. Die Verjüngung auf natürliche Weise funktioniert sehr gut. Als erreichbares Alter wird mit mehr als 400 Jahren gerechnet. Da der Bergahorn ein sehr beliebtes Äsungsgehölz ist leidet er auch unter Fraßschäden von Wild und teilweise Mäusefraß. Auch setzen dieser Baumart Spätfröste zu, gegen Kälte im Winter ist sie jedoch gut gewappnet.
In der Ebene trägt der Bergahorn fast jährlich Früchte, sie reifen im September/Oktober. Die kahlen Flügel sind im rechten Winkel gespreizt, am Ende eines Flügels sitzt der Samen. Werden sie vom Wind erfasst, erreichen die Ahornfrüchte 16 Umdrehungen pro Sekunde. Gleich einem Propeller können sie sich weit verbreiten, ein Baum kann so den Nachwuchs für einen Hektar Wald sicherstellen.
Der Bergahorn ist für die Raupen von Weidenbohrer, Ahorneule und Ahornspanner als Nahrungsgrundlage von Bedeutung.

Besonderes

In der griechischen Mythologie nimmt dieser Laubbaum eine besondere Stellung ein – der Sage nach war das berühmte Trojanische Pferd, mit dem die Griechen in die Stadt Troja gelangten aus Ahornholz gezimmert.
Das Holz der Bergahorne ist das hellste einheimische Holz, es wird wegen seiner begrenzten Widerstandsfähigkeit an frischer Luft vor allem im Innenausbau von Häusern verwendet. Hier erweist es sich als sehr widerstandsfähig.





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