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Kanada-Pappel - Populus canadensis

Kanadapappel

Die Kanada-Pappel wird auch Hybridpappel genannt und ist ein Mischling aus der heimischen Schwarz-Pappel (Populus nigra) mit einer Kanadischen Schwarz-Pappel (Populus deltoides).

Merkmale

Bei der Kanada-Pappel handelt es sich um einen sommergrünen, starkwüchsigen Baum mit Höhen über 30 m und einer sehr offenen Krone. Bei ausgewachsenen Bäumen ist der Stamm bis über 10 m Höhe astfrei und dann erst mit wenigen sehr locker gestellten Ästen besetzt. Diese sind fast senkrecht zypressenartig aufgerichtet. Die Rinde ist hellgrau gefärbt und gefurcht. Die Furchen sind in Längsrichtung meist tief und lang. Die Blätter haben einen 3eckigen Umriss und sind bis zu 8 cm breit und lang. Die Blattstiele haben eine Länge von 3 bis 5 cm. Die Winterknospen sind länglich-oval und klebrig, dadurch besitzen sie einen Verdunstungsschutz.

Verbreitung

Kanada-Pappel Forst In Europa ist die Hybridpappel überall verbreitet, da sie als Plantagenbaum angepflanzt wird.

Gefährdung und Schutzstatus

Populus canadensis ist nicht gefährdet.

Lebensweise

Aufgrund der Raschwüchsigkeit wird die Hybridpappel forstlich gerne genutzt, als Vorteil ergibt sich die relativ kurze Umtriebszeit des Baumes. Sie werden sowohl zur Starkholzproduktion als auch zur schnellen Biomasseproduktion eingesetzt. Als Standort kommen lockere, tiefgründige, nährstoffreiche Böden in Frage. Hybridpappeln sind Bäume der Weichen Au und halten dementsprechend Überflutungen gut stand. Die nicht heimische Baumart ist aber sehr anfällig auf das Wachstum der Laubholz-Mistel (Viscum album).

Besonderes

Es gibt etwa 14 verschiedene Sorten der Hybridpappel. Die Ausbringung erfolgte aus ökonomischen Gesichtspunkten, die erhöhten Zuwachsleistungen sind dafür verantwortlich. Die Ablösung von alten Hybridpappelstandorten aus der Zeit der forstlichen Nutzung im Nationalpark Donau-Auen durch natürliche Baumbestände ist eines der Ziele im Nationalparkmanagement.





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