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Rohr-Glanzgras - Phalaris arundinacea L.

Rohr-Glanzgras

Das Rohr-Glanzgras gehört zu den stattlichsten Gräsern Europas und erreicht unter günstigen Bedingungen eine Höhe von 2 m. Im Nationalpark Donau-Auen säumt es vor allem die durchflossenen Seitenarme und gibt diesen dadurch den typischen Charakter.

Merkmale

Phalaris arundinacea L. ist eine mehrjährige Pflanze aus der Familie der Süßgräser. Das wesentlichste Merkmal gegenüber dem Schilf ist am Blattgrund zu sehen. Es existiert ein bis 6 mm großes, in eine Spitze hochgezogenes Blatthäutchen. Weitere Erkennungsmerkmale sind der stattliche Wuchs und die endständige Rispe. Diese ist während der Blüte gespreizt, sonst zusammen. Die Färbung der Rispe reicht von hellgrün bis lila. Die mächtigen Blätter mit breiten Spreiten werden von einem rohrartigen Stiel getragen. Das jüngste Blatt der Pflanze ist meistens gerollt.

Verbreitung

Das Rohr-Glanzgras gehört zu den in Europa allgemein verbreiteten Arten. Es wächst gerne an feuchten Stellen, besonders an den Ufern von Wasserläufen, geht jedoch kaum über 1500 m Meereshöhe.

Gefährdung und Schutzstatus

Es besteht keine Gefährdung.

Lebensweise

Phalaris arundinacea L. wächst oft in großen Trupps an fließenden, sauerstoffreichen Gewässern, es verträgt keine stehenden Gewässer. Als Standort braucht das Gras einen nährstoffreichen Ton- oder Schlammboden, dann bildet es oft dichte Bestände. Sollte der Standort trocken sein, so darf er auf keinen Fall verdichtet und nährstoffarm sein. Für ein üppiges Wachstum sollte genügend Licht vorhanden sein, Halbschatten ist das Minimum für sein Wachstum. Dieses Gras gilt als hervorragende Futterpflanze die man bis zu 3 mal mähen kann. Es muss jedoch vor der Blüte geschnitten werden, da es ansonsten zu hart wird. Unter der Erde werden vom Wurzelsystem unterirdische Ausläufer gebildet die einen fleischigen Eindruck hinterlassen.

Besonderes

Neben dem Nutzen als Futterpflanze wird Rohr-Glanzgras auch als nachwachsender Rohstoff in Form von Energiepflanzen angebaut. Es wird ein relativ hoher Biomasseertrag produziert, die Pflanzen haben jedoch einen 3 mal so hohen spezifischen Wasserverbrauch als vergleichbare andere. Diese Art wächst auch auf brachen, kontaminierten Industrieflächen und stellt damit keine Nahrungsmittelkonkurrenz dar. Als Brikett oder zu Pellets gepresst liefert es einen sauberen, CO2 neutralen Brennstoff, der keine Schadstoffe aus dem Boden aufgenommen hat.





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